Berlin, 19.07.2017. „Die Bundesregierung darf nicht vor Umwelt-Aktivisten einknicken“, fordert DRV-Präsident Franz-Josef Holzenkamp mit Blick auf die anstehende Verlängerung der Genehmigung für Glyphosat. Hierüber wird am 19. und 20. Juli in Brüssel erneut beraten. Nachdem sämtliche beteiligten Behörden dem herbiziden Wirkstoff die Unbedenklichkeit bescheinigt haben, müssen nun im Ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel (SCoPAFF) die nationalen Regierungsvertreter über die Genehmigung entscheiden.

Gemäß den Regularien im europäischen Genehmigungs- und Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel steht eine Verlängerung um 15 Jahre aus. Unter dem Druck nichtstaatlicher Umweltorganisationen hat die Kommission die vorgesehene Laufzeit schon auf zehn Jahre reduziert. Sie ist aber nicht bereit, die Genehmigung ohne ausdrückliche Zustimmung der Mitgliedsstaaten zu erteilen. Das hat EU-Verbraucherkommissar Vytenis Andriukaitis im Vorfeld eindeutig klargestellt.

„Nun muss die Bundesregierung Farbe bekennen: Vertraut sie demokratisch legitimierten Verfahren und wissenschaftlich arbeitenden Behörden oder den Unterschriften, die spendenorientierte Organisationen an der Straße gesammelt haben“, so Holzenkamp. Beeindruckt zeigt sich der DRV-Präsident von der Kampagne gegen Glyphosat: „Den Organisatoren ist es gelungen, mehr als eine Million Unterschriften zu sammeln, ohne ein einziges nachweisbares Argument vorlegen zu können.“


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