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Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818 - 1888) |
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Die Idee - Hilfe durch Selbsthilfe
Veranlasst durch diese allgegenwärtige Not gründete Raiffeisen als junger Bürgermeister im Hungerwinter 1846/47 in Weyerbusch den Verein für Selbstbeschaffung von Brod und Früchten. Mit Hilfe privater Spenden kaufte er u. a. Mehl. In einem selbsterrichteten Backhaus wurde Brot gebacken, das auf Vorschuss an die Bedürftigen verteilt wurde. Der Brodverein sowie der 1849 gegründete Flammersfelder Hülfsverein und der Heddesdorfer Wohltätigkeitsverein von 1854 waren vorgenossenschaftliche Zusammenschlüsse auf karitativer Grundlage. Nachdem Raiffeisen erkannt hatte, dass auf Dauer eine erfolgreiche Arbeit nur durch gemeinschaftliche Selbsthilfe wirksam sein konnte, gründete er 1864 den Wohltätigkeitsverein in den Heddesdorfer Darlehnskassen-Verein um. Damit entstand die erste ländliche Genossenschaft. Seine Erfahrungen beschrieb Raiffeisen 1866 in dem Buch Die Darlehnskassen-Vereine als Mittel zur Abhilfe der Noth der ländlichen Bevölkerung sowie auch der städtischen Handwerker und Arbeiter. Es ist in acht Auflagen erschienen und hat weltweite Verbreitung gefunden. Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte entwickelte sich auf der Grundlage der Ideen von Raiffeisen die bis heute leistungsfähige, für die Landwirtschaft und ländliche Bevölkerung unentbehrliche Raiffeisen-Organisation.
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