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Agrargenossenschaften |
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Nach der Wiedervereinigung im Oktober 1990 stand die Land- und Agrarwirtschaft in den neuen Bundesländern vor der Notwendigkeit, sich wirtschaftlich und strukturell innerhalb von wenigen Monaten auf ein grundlegend verändertes wirtschafts- und agrarpolitisches Umfeld einzustellen.
Agrargenossenschaften sind bäuerliche Mehrfamilienbetriebe! Agrargenossenschaften sind keine abstrakten Kapital getragenen landwirtschaftlichen Großbetriebe. Vielmehr sind sie ein Zusammenschluss von Landwirten und bäuerlichen Familien mit dem Ziel, die Landwirtschaft gemeinsam zu betreiben.
Im Unterschied zu Einzelbetrieben bietet eine gemeinsame Bewirtschaftung nicht nur Kosten-, sondern auch soziale Vorteile, wie geregelte Arbeitszeiten sowie eine unproblematische Vertretung im Urlaub und Krankheitsfall. Agrargenossenschaften sind somit ein zukunftsweisendes Kooperationsmodell für landwirtschaftliche Familienbetriebe. Agrargenossenschaften pflegen und erhalten die Natur und Landschaft! Die Agrargenossenschaften übernehmen Verantwortung für die
sie umgebende Natur und Landschaft. Zum einen setzen diese leistungsfähigen
Unternehmen modernste Technik zum Beispiel im Bereich der Bodenbearbeitung,
Düngung und des Pflanzenschutzes ein und garantieren somit eine umweltschonende
Landbewirtschaftung. Zum anderen erbringen sie vielfältige weitere
Leistungen, die ansonsten unterbleiben würden oder durch staatliche
Stellen auf Kosten der Steuerzahler erbracht werden müssten. Agrargenossenschaften schaffen und erhalten Arbeits- und Ausbildungsplätze! Die Agrargenossenschaften schaffen unmittelbar und mittelbar zahlreiche Arbeitsplätze im ländlichen Raum. Im Durchschnitt beschäftigen die Unternehmen 32 Mitarbeiter. Hochgerechnet auf die gesamte Gruppe sind dies 32.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Die weitaus meisten Agrargenossenschaften sind engagiert im Bereich der
arbeitsintensiven Tierproduktion. Reine Ackerbaubetriebe sind unter den
Agrargenossenschaften eher selten. Durchschnittlich sind von den oben
genannten Arbeitskräften zwölf im Bereich der Tierproduktion
tätig, insgesamt hängen also rund 12.000 Arbeitsplätze
unmittelbar von diesem Bereich ab. Der Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen
für ihre Mitglieder sind zentrale Unternehmensziele vieler Agrargenossenschaften. Agrargenossenschaften verbessern die Wirtschaftskraft im ländlichen
Raum! Die Agrargenossenschaften sind in der Regel die größten Arbeitgeber und Steuerzahler in den Gemeinden. Darüber hinaus tragen sie durch nichtlandwirtschaftliche Nebenbetriebe wie Tankstellen und Autowerkstätten, Hofläden und Haus- bzw. Gartenmärkte sowie Gaststätten und Ferieneinrichtungen dazu bei, dass weitere Arbeitsplätze entstehen und die Wertschöpfung sowie Wirtschaftskraft in den ländlichen Regionen spürbar erhöht wird. Damit wird eine Grundversorgung an Dienstleistungen sichergestellt, die andere Anbieter aus ökonomischen Gründen vielfach nicht mehr aufrechterhalten.
Die Agrargenossenschaften unterstützen kommunale und soziale Einrichtungen
sowie Vereine durch Spenden, Personal, Räumlichkeiten und technischem
Gerät. Sie führen vielfältige Arbeiten für die Gemeinden
aus, wie die Errichtung, die Pflege und den Erhalt von Kommunalflächen,
Spielplätzen und Denkmälern und übernehmen oftmals den
Winterdienst auf den Straßen. Sie versorgen durch ihre Betriebskantinen
Schulen und Kindergärten mit Mahlzeiten. Sie veranstalten Dorf- und
Hoffeste, um der nicht mit der Landwirtschaft verbundenen Bevölkerung
die Nachhaltigkeit der modernen landwirtschaftlichen Produktion zu vermitteln
und transparent zu machen.
Bericht über den Geschäftsbetrieb der Agrargenossenschaften im Wirtschaftsjahr 2009/10 (Dezember 2010) Bericht über den Geschäftsbetrieb der Agrargenossenschaften im Kalenderjahr 2009 (Juli 2010) Bericht über den Geschäftsbetrieb der Agrargenossenschaften im Wirtschaftsjahr 2008/09 (Februar 2010) Bericht über den Geschäftsbetrieb der Agrargenossenschaften im Kalenderjahr 2008 (August 2009) |