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Warenwirtschaft (einschließlich Futtermittel) |
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Die Allgemeine Warenwirtschaft stellt mit 18,5 Mrd. die umsatzstärkste Sparte innerhalb der Raiffeisen-Organisation dar. Aufgabenfelder und Dienstleistungen umfassen das landwirtschaftliche Bezugs- und Absatzgeschäft mit den Bereichen Getreide, Saatgut, Pflanzenschutz, Düngemittel, Futtermittel, Agrartechnik, Ölsaaten / Nachwachsende Rohtoffe und Kartoffeln. Daneben betreiben die Genossenschaften zahlreiche Tankstellen, Baustoff-Fachhandlungen und Raiffeisen-Märkte. Die sogenannten Diversifikationsparten weisen eine steigende Bedeutung unter den Geschäftsfeldern der Genossenschaften auf und machen bei einigen Unternehmen bereits 50 % des Umsatzes aus. Als Zentralgenossenschaften betätigen sich fünf Unternehmen.
Die Deutsche Raiffeisen-Warenzentrale GmbH (DRWZ) hat eine
Bündelungsfunktion inne in den Segmenten Baustoffe und Einzelhandelsmärkte
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| Adressen weiterer Warengenossenschaften finden Sie in unserem Raiffeisen-Atlas. | ||||||||||||
| Getreide (Dr. Henning Ehlers) | ||||||||||||
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Die Getreideernte in der Europäischen Union mit 27 Mitgliedstaaten erweiterten betrug in den Jahren 2009 rund 292 Mio. t. In der EU ist Deutschland nach Frankreich die zweitwichtigste Erzeugungsregion. Hier werden auf knapp 7 Mio. ha Anbaufläche im Durchschnitt der Jahre 46 Mio. t Getreide produziert. In den Jahren 2009 und 2008 wurde eine Ernte von 49,7 bzw. 50,1 Mio. t eingebracht. 2007 betrug das Erntevolumen allerdings nur 40,5 Mio. t. Während im Durchschnitt der Jahre etwa 15 Mio. t der Ernte auf den landwirtschaftlichen Betrieben als Futtermittel verbleibt, summieren sich die Getreideverkäufe der Landwirtschaft auf etwa 30 bis 35 Mio. t. Von diesem Marktvolumen erfassen die Genossenschaften etwa 50 %. Die Raiffeisen-Genossenschaften sind somit die bedeutendsten Vorlieferanten für die Verarbeitungsbetriebe aus dem Mischfutter- und Mühlenbereich sowie weiteren industriellen Verwendungsrichtungen. Aufgrund der überschüssigen Getreideversorgungsbilanz in Deutschland tragen Genossenschaften darüber hinaus durch ihre Exportaktivitäten maßgeblich zur Entlastung des Binnenmarktes bei. Durch die Etablierung aufwändiger Qualitätssicherungsmaßnahmen
sorgen die Genossenschaften für eine den steigenden Ansprüchen
der Verbraucher und Verarbeitungsbetriebe gerecht werdende Qualität
des Getreides beim Transport, der Reinigungs- und Lagerprozesse. (Stand:
Juli 2010) |
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Hochwertiges Saatgut ist die Voraussetzung für erfolgreichen Pflanzenbau und züchterischen Fortschritt. Deshalb stellen die Genossenschaften eine umfangreiche Saatgut-Palette bester, standortangepasster Sorten bereit. Die Vertragsbeziehungen der Genossenschaften mit Züchtern und Vermehrern sind Voraussetzung für eine gezielte und bedarfsgerechte Saatgutproduktion. Die Saatgutvermehrungsfläche in Deutschland umfasste 2010 169.967 ha. Davon entfallen 112.357 ha auf die Getreidevermehrung. Der DRV setzt sich für eine Steigerung des Absatzes von zertifiziertem Saatgut ein. Im Hinblick auf die Verwendung von Nachbausaatgut fordert der DRV eine faire Vergütungsregelung, die den Rechtsfrieden zwischen Landwirt und Genossenschaft nicht belastet. Der Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut spielt für die deutsche Landwirtschaft nur eine untergeordnete Rolle. Der Anbau unter strengsten und für die breite Anwendung unpraktikablen gesetzlichen Auflagen dient vorwiegend Versuchszwecken und entspricht einem Anteil von weniger als 0,01 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Der DRV tritt für ein transparentes Verfahren beim Anbau und bei
der Verwertung von gentechnisch verändertem Saatgut ein. Die Kennzeichnungsregelungen
für gentechnisch verändertes Saatgut und für das GVO-Endprodukt
müssen nach Auffassung des DRV auf praktikablen Grenzwerten basieren,
um eine tatsächliche Koexistenz von gentechnisch verändertem
und konventionellem Anbau zu ermöglichen. |
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Pflanzenschutz (Dr. Michael Reininger) In Deutschland werden jährlich Pflanzenschutzmittel im Wert von etwa 1 Mrd. € (netto) abgesetzt. Hersteller sind multinational tätige Unternehmen wie Syngenta, Bayer, BASF, Dow, Monsanto und DuPont sowie einige vorwiegend national tätige Unternehmen. Auf Herstellerseite herrscht eine oligopolistische Struktur: Auf die drei führenden Anbieter entfallen mehr als 60% des Umsatzes. 11 Großhandelsunternehmen übernehmen die Zwischenlagerung und Logistik bis hin zu den etwa 3.000 Verkaufsstellen. Beim Handel mit Pflanzenschutzmitteln sind zahlreiche gesetzliche Vorschriften zu beachten, die die Lagerung, den Transport und die Abgabe betreffen. Zur Risikominimierung und zur Pufferung von Nachfragespitzen betreiben die fünf genossenschaftlichen Großhändler insgesamt 71 Sicherheitsläger mit einer Gesamtkapazität von mehr als 20.000 t. Von dort werden Regionalläger und große landwirtschaftliche Betriebe möglichst zeitnah mit den benötigten Produkten bedient. Der DRV hat eine Betriebsanweisung ür die Lagerung von Gefahrstoffen erarbeitet, an denen die Beschäftigten im Lager unterwiesen werden können. Der Transport erfolgt gemäß den Vorschriften der Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahn und Binnenschifffahrt (GGVSEB) in entsprechend gekennzeichneten und ausgerüsteten Fahrzeugen. Der DRV stellt seinen Mitgliedsunternehmen umfangreiche Informationen über Struktur und Inhalt des Gefahrgut-Transportrechts zur Verfügung. Abgabe und Anwendung von Pflanzenschutzmitteln werden durch das Pflanzenschutz-, Chemikalien- und Arbeitsschutzgesetz sowie zugehörige Rechtsverordnungen geregelt. Seit 2004 besteht beispielsweise die Pflicht zur Mitgabe von Sicherheitsdatenblättern an berufliche Verwender, der die Raiffeisen-Genossenschaften mit der Verteilung einer CD-ROM nachkommen. Darüber hinaus stellt raiffeisen.com eine Internet-Datenbank für Sicherheitsdatenblätter zur Verfügung. Nützliche Hinweise zur Lagerung von Pflanzenschutzmitteln auf dem landwirtschaftlichen Betrieb sowie zum Anwenderschutz hält auch der Industrieverband Agrar e.V. (IVA) auf seiner Homepage bereit. Problematisch ist auch die Abgabe von Herbiziden an nicht-landwirtschaftliche Kunden: Wegen möglicher Fehlanwendungen werden hierbei besonders hohe Anforderungen an das Verkaufspersonal gestellt. Der DRV hat sich deshalb intensiv an der Erarbeitung der Internet-Homepage www.Wasser-und-Pflanzenschutz.de beteiligt, auf der dem Anwender die Rechtslage verständlich erläutert wird und dem Pflanzenschutzmittel-Händler Hilfestellungen für ein zielgerichtetes Beratungsgespräch gegeben werden. Leere Kanister werden im Rahmen des Rücknahmesystems PAMIRA (Packmittel Rücknahme Agro) kontrolliert zurückgenommen und einer thermischen Verwertung zugeführt. Der Pflanzenschutz-Großhandel stellt hierfür etwa 300 Sammelstellen zur Verfügung, an denen zu bestimmten Terminen eine Abgabe der leeren und gespülten Kanister erfolgen kann.Der DRV bemängelt immer wieder die unübersichtliche Rechtslage in Deutschland und der EU. Ein System von sehr engen Indikationszulassungen wird ergänzt durch Genehmigungen gemäß § 18a und 18b Pflanzenschutzgesetz sowie durch Verkehrsfähigkeitsbescheinigungen, die für kaum jemanden mehr nachvollziehbar sind. Zudem sind die Zulassungen trotz Binnenmarkt und freiem Warenverkehr innerhalb der EU bei weitem nicht harmonisiert. Hinzu kommen die zum Teil erheblichen Mehrwertsteuerdifferenzen zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten. Der Deutsche Raiffeisenverband und die durch ihn vertretenen Genossenschaften missbilligen den Verkauf von nicht zugelassenen Pflanzenschutzmitteln, selbst wenn diese in anderen EU-Staaten vertrieben und rechtmäßig angewendet werden dürfen. Viele Pflanzenschutzmittel sind in Deutschland ausschließlich aufgrund wirtschaftlicher Erwägungen der Hersteller nicht zugelassen. Besserung erhofft der DRV von einer EU-weiten Harmonisierung bei der Zulassung. |
![]() Blick in ein Gefahrstofflager |
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![]() DRV-Betriebsanweisung |
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Düngemittel (Dr. Michael Reininger) In Deutschland werden jährlich etwa 13 Mio. t. Handelsdüngemittel (zuzüglich 5 Mio. t. Düngekalk) ausgebracht. Unterschieden werden feste und flüssige Düngemittel (z.B. AHL), Ein- und Mehrnährstoffdünger (z.B. NPK) und Spuren-Nährstoffdüngemittel. Während die Herstellung kontinuierlich verläuft, fällt der Verbrauch überwiegend in die trockenen Perioden der Monate März bis Juni. Dies macht eine ausgefeilte Lager- und Transportlogistik unumgänglich, zumal Düngemittel zu den weniger transportwürdigen Gütern gehören. Der DRV hat eine Betriebsanweisung für die Lagerung von Düngemitteln erstellt, an denen die Beschäftigten im Lager unterwiesen werden können. Der Verbrauch an stickstoffhaltigen Düngemitteln orientiert sich weitgehend am Bedarf der Pflanzen. Zur Optimierung der bedarfsgerechten Ausbringung sind verschiedene Techniken entwickelt worden, die auf Farbsensorik bzw. auf Ortungssystemen basieren. Die Versorgung mit Phosphat und Kalidüngern liegt dagegen in Deutschland seit einigen Jahren im Argen: Mit einem Nährstoffverhältnis N:P:K von 1 : 0,2 : 0,3 liegt Deutschland im europäischen Vergleich am unteren Ende. Der Grund hierfür dürfte insbesondere in der unsicheren Einkommensentwicklung der Landwirte zu suchen sein. Die Abgabevorschriften für Handelsdünger sind in jüngster Vergangenheit erheblich verschärft worden: Zahlreiche Düngemittel dürfen nicht mehr an Privatpersonen abgegeben werden, weitere dürfen nur noch nach Identitätsfeststellung verkauft werden. |
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![]() Düngemittel-Lagerboxen |
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Futtermittel (Dr. Momme Matthiesen, Kristina Krautz) Die Mischfutterproduktion beträgt in Deutschland rund 20 Mio. t jährlich. Genossenschaftliche Mischfutterhersteller haben daran insgesamt einen Marktanteil von etwa 30 %. Die Produktion von Mischfuttermitteln, aber auch der Handel mit Einzelfuttermitteln stellen damit ein bedeutendes Standbein der Genossenschaften dar. In der Öffentlichkeit wird viel über die Sicherheit von Futtermitteln diskutiert. Die Qualitätssicherung zur Verbesserung der Futtermittelsicherheit ist bei den genossenschaftlichen Mischfutterherstellern aber schon länger ein arbeitsbestimmendes Thema. Die genossenschaftlichen Mischfutterhersteller wenden bereits seit Jahren Qualitätssicherungs-Konzepte an, die auf Früherkennung, Risikomanagement und Sicherheit setzen. Die Teilnahme am QS-System, dem stufenübergreifenden Qualitätssicherungs-Konzept Qualität und Sicherheit, ist nur eine von zahlreichen weiteren freiwilligen Maßnahmen. Grundlagen von QS bilden umfangreiche Kontrollpläne, die bestimmte Futtermitteluntersuchungen vorschreiben. Mit Hilfe regelmäßiger Stichproben und Futtermittelmonitorings wird sichergestellt, dass nur Rohwaren in das Mischfutter gelangen, die den gesetzlichen Anforderungen entsprechen und damit unbedenklich sind. Die Auswahl der eingesetzten Rohstoffe erfolgt ausschließlich nach der Positivliste für Einzelfuttermittel, die durch die Normenkommission für Einzelfuttermittel erarbeitet wurde. Übergeordnete Kontrollabkommen ergänzen die Qualitätsbestrebungen. Regionale Vereinbarungen mit der Milchwirtschaft legen z.B. die Durchführung eines Monitoring-Programms für Unerwünschte Stoffe im Milchviehfutter fest. Die Systeme und Maßnahmen zur Qualitätssicherung werden ständig weiterentwickelt und verbessert. Sie zeigen, dass die genossenschaftlichen Mischfutterhersteller verantwortungsvoll kontrollieren und handeln sowie zur Rückverfolgbarkeit und Transparenz in der Futtermittelkette beitragen. Oberstes Ziel dieser Bemühungen ist der wirkungsvolle Verbraucher- und Tierschutz. (Stand Mai 2011) |
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im Kraftfutterwerk
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![]() Futtermittel-Auslieferung |
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Agrartechnik (Dr. Michael Reininger) Der deutsche Markt für Landmaschinen hat ein Volumen von etwa 5 Mrd. € (netto). Davon entfallen 56 % auf Neumaschinen, 9 % auf Gebrauchtmaschinen, 21 % auf Ersatzteile und 8 % auf Serviceleistungen. Rund 300.000 Landwirte und 3.000 Lohnunternehmen werden von 5.700 Werkstätten betreut. Hergestellt werden die Maschinen und Ersatzteile von etwa 300 meist mittelständischen Unternehmen. Die im DRV zusammengeschlossenen genossenschaftlichen Unternehmen betreiben 400 Landmaschinen-Werkstätten mit 4.000 Beschäftigten und einem Umsatzvolumen von etwa 1,3 Mrd. €, haben also einen Marktanteil von etwa 30 %. Seit 1997 forciert der DRV im Rahmen des Arbeitskreises EDI_agrartec die Entwicklung gemeinsamer, für die gesamte Branche nutzbarer Standards für den elektronischen Datenaustausch und der Optimierung sämtlicher Prozesse, die zwischen Landmaschinenherstellern und -händlern anfallen. Dazu gehören beispielsweise die Bereitstellung von Stammdaten, die papierlose Bestellung von Ersatzteilen und ihre Rechnungslegung sowie die rasche, kundenfreundliche Abwicklung von Gewährleistungsfällen. Eingebunden sind etwa 30 Unternehmen des Landmaschinen-Handels und der Landtechnik-Industrie, Softwarehäuser sowie die Verbände VDMA, DRV und H.A.G. |
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![]() Landmaschinenwerkstatt |
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Ölsaaten / Nachwachsende Rohstoffe ( Dr. Henning Ehlers) Allgemeine Marktlage Der EU-Markt Der deutsche Markt für Ölsaaten Die hohe Bedeutung des Rapsanbaus ist unter anderem auf die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten dieser Ölfrucht zurückzuführen. Sie ist eine interessante Kulturpflanze für die abwechslungsreiche Gestaltung der Ackerfruchtfolge und geht als Rohstoff in die Futtermittel-, Speiseöl- und Biokraftstoffproduktion ein. Dank des positiven globalen Preistrends dient sie den Erzeugern als wichtige Marktfrucht. Die bei der Weiterverarbeitung der Ölsaatenpflanzen gewonnen Ölschrote werden nach dem Extraktionsverfahren im Futtermittelbereich eingesetzt. Auch hier ist die Bedeutung der Rapspflanze bestechend. Der Anteil von Rapsextraktionsschrot (RES) an allen Ölschroten beträgt in Deutschland 35 %, im EU-Vergleich bei 17 %. Im Bereich der Wiederkäuerfütterung kann RES das Sojaextraktionsschrot bereits vollständig ersetzen. Unter Berücksichtigung der antinutriven Inhaltsstoffe ist eine RES-Beimischung bei der Schweinefütterung bis zu 15% und bei Legehennen bis zu 10% möglich. Die Mischungsanteile könnten künftig durch Saatzuchtweiterentwicklungen zusätzlich gesteigert werden. Im Lebensmittelbereich werden ca. 0,5 Mio. t des bundesweit erzeugten Rapsöls im eingesetzt. Lediglich 11% des Rapsöls werden direkt im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) gehandelt. Den höchsten Marktanteil im LEH hat das Sonnenblumenöl (34,6%), gefolgt von Pflanzenöl (24,4%), Olivenöl (17,5%) und Distelöl (3,2%). Non-Food-Markt |
![]() Rapsfeld |
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2010 war die Witterung in Deutschland von einem Wechsel der Extreme geprägt.
Dies erschwerte u. a. die Ernteschätzungen. Abschließend wird
eine Gesamternte von 10,2 Mio. t angegeben. Der Rückgang beträgt
etwa 1,5 Mio. t bzw. 12,7 Prozent. Gegenüber dem mehrjährigen
Mittel (20042009) von rd. 11,3 Mio. t wurde 11,8 Prozent weniger
Menge eingefahren. Der Ertrag je Hektar sank 2010 gegenüber dem Vorjahr
Die Gesamtanbaufläche betrug laut Statistischem Bundesamt etwa 255.200 ha. Das ist ein Rückgang um gut 3 Prozent gegenüber 2009. Der stärkste Rückgang mit fast 8 Prozent von gut 72.000 ha auf 66.000 ha wurde bei Stärkekartoffeln verzeichnet. Das ist mit der Entkopplung der Stärkekartoffelprämie und der Umlage als einmaliges Top up im Jahr 2012 zu erklären. Auf den ab Sommer 2011 geltenden Wegfall der Handelsklassenverordnung
für Speisekartoffeln reagierte der DRV frühzeitig mit gemeinsamen
Initiativen der Kartoffelbranche. Sie passten die Berliner Vereinbarungen
für den Kartoffelhandel zur Wahrung hoher Qualitätsstandards
an. |
Kartoffelfeld | |||||||||||
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Diversifikationssparten War das Sortiment an ländlichen Waren ursprünglich gezielt
auf Landwirte zugeschnitten, wurde es Schritt für Schritt für
neue Kundengruppen geöffnet. Dies zeigt sich auch in den Umsatzstrukturen:
Während der Anteil am gesamten genossenschaftlichen Warengeschäft
für die Produktgruppen Mineralöle und Brennstoffe, Baustoffe
sowie Haus- und Gartenartikel 1980 noch bei 24 % lag, werden inzwischen
45 %, z.T. sogar über 50 % des Umsatzes mit Handwerkern und Privatkunden
erzielt. Ein wichtiges Standbein vieler Warengenossenschaften ist der Handel mit
flüssigen und festen Brennstoffen. Bei rückläufigen Verbrauchsmengen
steigt der Marktanteil genossenschaftlicher Unternehmen. Dem Personal
wird durch die starken - insbesondere preisinduzierten - Nachfrageschwankungen
ein erhebliches Maß an Flexibilität abverlangt. Genossenschaftliche Unternehmen betreiben mehr als 600 Raiffeisen-Tankstellen. Hinzu kommen im genossenschaftlichen Verbund 106 Straßentankstellen sowie zwei Autobahntankstellen der BayWa und 127 Tankstellen der BayWa-Tochter Tessol, deren Tankstellen unter AVIA firmieren. Insgesamt gibt es in Deutschland knapp 15.000 Straßen- und Autobahntankstellen. |
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Fax: 030 856214-522 |
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