Wein 

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Die 202 deutschen Winzergenossenschaften - darunter 116 mit eigener Kellerwirtschaft - sind für rund ein Drittel der deutschen Weinerzeugung verantwortlich. Die rückläufige Zahl (Vorjahr 209) verdeutlicht, dass durch Fusionen und Kooperationen die Wettbewerbsfähigkeit kontinuierlich verbessert wird und somit die Marktstellung der deutschen Winzergenossenschaften erhalten bleibt. Der Deutsche Raiffeisenverband unterstützt den durch die sich wandelnden Markt- und Wettbewerbsbedingungen notwendigen Strukturwandel in den Winzergenossenschaften.
  

Damit nehmen die Winzergenossenschaften eine wichtige Position in der deutschen Weinbranche ein. Für Abnehmer sind sie vertrauenswürdige Lieferanten, die sich der Qualität verpflichten. Neben der Produktqualität zählt hierzu auch die Prozessqualität; IFS gehört mittlerweile zum Standard des genossenschaftlichen Qualitätsmanagement-systems.

Auch ihren angeschlossenen Winzern bieten die deutschen Winzergenossenschaften beste Voraussetzungen, damit diese sich auf den Anbau gesunder, hochwertiger Trauben konzentrieren und somit ihr Einkommen sichern können.

 


 

Rund 50.000 Genossenschaftswinzer bewirtschaften eine Rebfläche von 32.181 ha. Diese verteilen sich auf die Anbaugebiete Saale-Unstrut, Sachsen, Ahr, Mosel, Mittelrhein, Nahe, Rheingau, Hessische Bergstraße, Rheinhessen, Pfalz, Baden, Württemberg und Franken.
  
 

2010 wurde in Deutschland eine Weinmosternte von 7,06 Mio. hl eingebracht. Damit liegt die Erntemenge etwa 24 Prozent unter dem Vorjahresertrag und ist eine der kleinsten Ernten der letzten 25 Jahre. Grund für die außergewöhnlich niedrigen Erträge waren neben extremen Witterungs-verhältnissen im August auch Hagelunwetter in einigen Regionen, die zu weiteren Ertragsausfällen führten. Die später reifenden Rebsorten wie Riesling oder die Burgundersorten kamen noch in den Genuss eines goldenen Oktobers. Dies führt zu einem qualitativ guten Jahrgang, der als klein aber fein eingestuft werden kann.

Die Winzergenossenschaften verzeichneten im Weinwirtschaftsjahr 2009/2010 laut G+V einen Umsatz von 789,5 Mio. Euro bei einem Absatz von 3,2 Mio. hl. Dies entspricht im Vergleich zur Vorjahresperiode einer leichten Umsatzsteigerung (2008/2009: 779,6 Mio. Euro).

Der Export für Weine aus Deutschland gestaltete sich in 2010 schwierig. 1,744 Mio. hl Wein im Wert von 355 Mio. Euro wurden 2010 ausgeführt. Dies entspricht einem Mengenverlust von 15,0 % und einem Wertminus von 9,9 %. Die USA, Großbritannien und die Niederlande konnten sich als wichtige Exportmärkte behaupten. China und Norwegen zeigten große Wachstumspotenziale. Im Export gibt es vor allem für Winzergenossenschaften noch Entwicklungsmöglichkeiten. Der DRV ist seit 2010 Mitglied der German Export Association for Food and Agriproducts GEFA e.V., um u.a. mit Hilfe von Exportförderungen des BMELV das Auslandsgeschäft auszubauen. Außerdem sind zahlreiche Winzergenossenschaften dem Verband Deutscher Weinexporteure e.V. beigetreten.

 

Im Absatz büßten deutsche Weine 4,5 Prozent ein (gegenüber -1,5 % über alle Herkünfte auf dem deutschen Markt).

Die Anteile deutscher Weine im LEH (inkl. Discount) lagen mit 40,2% (Menge) bzw. 43,8% (Wert) nahezu auf Vorjahresniveau. Im ersten Quartal 2010 hat sich die Situation auf dem deutschen Markt zwar etwas verbessert (die Einkaufsmenge stieg insgesamt um 1%), deutsche Weine mussten Mengenverluste von 2% und Wertverluste von 4% (gegenüber Vorjahreszeitraum) hinnehmen.

Der deutsche Raiffeisenverband unterstützt den durch die sich wandelnden Markt- und Wettbewerbsbedingungen notwendigen Strukturwandel in den Winzergenossenschaften.

  

Der Deutsche Raiffeisenverband e.V. (DRV) hat unter der Domain www.deutsche-winzergenossenschaften.de eine Internetplattform geschaffen, auf der für weininteressierte Internetnutzer und Journalisten vielfältige Informationen rund um den genossenschaftlichen Weinbau sowie eine vollständige Adressensammlung mit Links zu den Homepages der Winzergenossenschaften bereitstehen.  


Weitere Infos:
Dipl.-Ing. agr. Karl Schmitz
(     0228 106-343
FAX: 0228 213919
E-Mail:   und

B.A. Stefan Kolb
(     0228 106-327
FAX: 0228 213919
E-Mail: