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15.09.2020
Schweinemarkt nach ASP-Fall

Holzenkamp betont Wichtigkeit des Exports in Drittstaaten

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Die Auswirkungen des ersten Falls der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland auf den Schlachtschweinemarkt geben Anlass zu großer Sorge. Dies hat Franz-Josef Holzenkamp, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), in einem Brief an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) betont.

Mit der vorliegenden amtlichen Seuchenfeststellung verliert Deutschland im Handel mit Drittländern den Status ASP-frei in den Veterinärzertifikaten. Absatzmärkte in Drittländern brechen weg, in der Folge sind bereits deutliche Preiseinbußen spürbar. Zudem drohen Verwerfungen auf den Märkten für Schlachtnebenprodukte. Bekanntlich ist hier vor allem der Handel mit China für die deutsche Fleischwirtschaft von besonderer Bedeutung.

Daher bedauert Holzenkamp es sehr, dass die intensiven Gespräche im Vorfeld mit China zur Vereinbarung von Regionalisierungsmaßnahmen und der Unterscheidung zwischen Haus- und Wildschweinen in den Zertifikaten bisher erfolglos geblieben sind: „Ich halte es daher für vordringlich, diese Bestrebungen auf höchster Ebene mit den chinesischen Vertretern schnellstmöglich weiter voranzutreiben und in den Verhandlungen zu den Veterinärzertifikaten in Bezug auf die ASP-Freiheit eine Regionalisierung zu fordern.“

Darüber hinaus könne zu gegebener Zeit die Maßnahme der privaten Lagerhaltung für Schlachtprodukte vom Schwein eine geeignete Maßnahme sein, um den deutschen Schweinemarkt zu entlasten und die Beeinträchtigungen in der Wertschöpfungskette möglichst gering zu halten. Holzenkamp regt daher das Ministerium an zu prüfen, inwieweit eine solche Maßnahme auf europäischer Ebene geeignet sei, zu einer Entlastung des Marktes beizutragen.

Insgesamt sei Deutschland durch umfangreiche Präventions- und Aufklärungsarbeit auf den Seuchenausbruch gut vorbereitet, betont Holzenkamp in seinem Schreiben an die Bundesministerin. Dazu hatte auch der DRV unter anderem mit der Herausgabe seines „Muster-Krisenhandbuchs ASP“ beigetragen.

Der DRV und seine Mitgliedsunternehmen bedanken sich ausdrücklich für das außerordentliche Engagement des gesamten Bundesministeriums in dieser Angelegenheit. Dies gelte insbesondere auch für die gute Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden vor Ort und die unverzügliche Einsetzung aller Maßnahmen, die zur Tierseuchenbekämpfung im erforderlichen Maße angelaufen sind.



 
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Im Auftrag
Wiebke Schwarze
Pressesprecherin
 
Telefon: 030 856214-430

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