Statistische Daten - Wirtschaftliche Bedeutung - Entwicklung 1950 - 2010  Entwicklung der Raiffeisen-Organisation 1950 - 2009  Development of Raiffeisen co-operatives 1950 - 2009  Evolution des Coopératives Raiffeisen 1950 - 2009

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Die 2.604 Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften in der deutschen Raiffeisen-Organisation
(Stand: 31. Dezember 2010) setzen sich wie folgt zusammen:

1.607
157
834
6

 

Ländliche Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften
Kreditgenossenschaften mit Warengeschäft
Agrargenossenschaften
Hauptgenossenschaften einschl. DRWZ

In den Warenbereichen arbeiten:

330
264
105
209
89
610
  Bezugs- und Absatzgenossenschaften
Milchgenossenschaften (davon 51 Milchverarbeitungsunternehmen) einschl. Zentralen
Vieh-, Fleisch- und Zuchtgenossenschaften
Winzergenossenschaften einschl. Zentralen
Obst-, Gemüse- und Gartenbaugenossenschaften sowie
sonstige Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften (z.B. Brennerei-, Weide-, Bioenergie-, Forst- und Holzwirtschaftliche Genossenschaften), Zentralen, sonstige Mitglieder

Anzahl der Genossenschaften 2010 nach Sparten
  

Die addierten Umsätze aller Raiffeisen-Genossenschaften betrugen 2010 42,8 Mrd. € (2009: 39,3 Mrd. €). In der Erfassung und Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte sind die Genossenschaften unangefochten der starke Partner der Landwirte. Wirtschaftliche Bedeutung
    

Umsatzstruktur der Genossenschaften 2010 nach Sparten
  
      

In Ostdeutschland sind 834 Agrargenossenschaften mit rund 33.000 Mitgliedern als Nachfolgeeinrichtungen der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPGen) tätig. Sie erzielten 2010 Erlöse in Höhe von ca. 1,7 Mrd. €. Die Agrargenossenschaften werden von den in Ostdeutschland engagierten Regionalverbänden unterstützt, beraten und geprüft. Der DRV vertritt die Interessen dieser Genossenschaften in Berlin, Bonn und Brüssel.

Von der Leistungsfähigkeit der Unternehmen überzeugt, wickeln die deutschen Landwirte, Gärtner und Winzer über 50 Prozent ihrer Ein- und Verkäufe mit den Raiffeisen-Genossenschaften ab. Die Genossenschaften schaffen optimale Unternehmens- und Betriebsgrößen, weiten ihre Funktionen bis hin zur Be- und Verarbeitung von Agrarerzeugnissen aus und richten ihre Sortimente konsequent an der Nachfrage und den Erwartungen ihrer Mitglieder und Kunden aus. Ausbau von Wertschöpfungsketten und Qualitätssicherung haben höchste Priorität.

Als Marktorganisation der deutschen Landwirte sind die Raiffeisen-Genossenschaften und ihre Zentralen eng mit der Agrarwirtschaft und mit dem Strukturwandel in der Landwirtschaft verbunden. Strukturanpassungen, weitere Rationalisierungen und Senken der Kosten sind eine stetige unternehmerische Aufgabe. Wie kontinuierlich der Strukturwandel seit Jahren verläuft, zeigt ein Blick in die jüngere Geschichte. Von 1950 bis 2010 ging die Zahl der Raiffeisen-Genossenschaften von fast 24.000 auf 2.604 zurück. Mit diesen Strukturanpassungen bündeln die Genossenschaften ihr Leistungsangebot, um ihre nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit zu auszubauen.

Mit ca. 100.000 Beschäftigten und rund 5.000 Auszubildenden ist Raiffeisen ein bedeutender Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor im ländlichen Raum. Qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind u. a. in Bezugs- und Absatzgenossenschaften, in Baufachhandlungen, Raiffeisen- und Garten-Märkten tätig.
  
  

Entwicklung der Raiffeisen-Organisation 1950 - 2010

 
1950
1970
1990
2008
2009
2010
±%
Raiffeisen-Genossenschaften insgesamt
23.753
13.764
5.199
2.994
2.675
2.604
-2,7
Kredit mit Ware
11.216
4.920
1.474
178
165
157
-4,8
Bezug und Absatz
2.710
1.740
645
356
339
330
-2,7
Hauptgenossenschaften 1)
--
--
--
7
6
6
Milch
5.726
3.705
846
290
281
264
-6,0
darunter milchverarbeitende
2.569
823
255
62
59
51
-13,6
Vieh und Fleisch 1)
329
263
205
116
108
105
-2,8
Winzer
508
500
310
218
216
209
-3,2
Obst, Gemüse, Gartenbau
205
201
114
94
100
89
-11,0
Zentralen 1)
83
90
53
--
--
--
Genossenschaften in Handel und Verarbeitung
20.777
11.419
3.647
1.259
1.215
1.160
-4,5
Agrargenossenschaften
872
852
834
-2,1
Übrige Raiffeisen-Genossenschaften 2)
2.976
2.345
1.552
863
608
610
0,3
Mitgliedschaften insgesamt
(in 1.000)
3.278
3.870
4.487
1.807
1.686
1.641
 
Kredit mit Ware 3)
1.575
1.991
3.283
1.111
1.061
1.078
       
Bezug und Absatz
375
288
177
121
114
111
     
Molkerei
828
721
297
108
100
73
   
Vieh und Fleisch
98
114
153
215
199
171
   
Winzer
36
62
68
 51
50
49
     
Obst, Gemüse, Gartenbau
38
114
69
29
29
27
     
Agrargenossenschaften
41
37
33
  
Umsatzerlöse insgesamt (Mio. )
3.463
17.461
39.030
43.206
39.278
42.811
9,0
Genossenschaftliche Ausfuhren (Mio. )
266
2.542
3.670
3.033
3.487
     
Genossenschaftliche Einfuhren (Mio. )
816
1.093
976
1.037
   
Geschäftsguthaben (Mio. )
1.024
2.491
2.300
2.280
2.150
     
Investitionen (Mio. )
634
1.024
950
970
1.020
     
Beschäftigte insgesamt
    - 
160.337
132.434
101.500
97.174
98.132
   
darunter in Agrargenossenschaften
22.900
21.860
21.298
   

1)   Änderung der statistischen Erfassung ab 2008
2)   Änderung der statistischen Erfassung der Genossenschaftsart "Übrige Raiffeisen-Genossenschaften" ab 2009
3)   einschließlich nichtlandwirtschaftliche Mitglieder

Stand: Juni 2011 

  

Bedeutung der Genossenschaften nimmt zu

Gemessen an der Gesamtzahl der Erwerbstätigen in Deutschland sind über 40 % der Bundesbürger Mitglied einer Genossenschaft. Bundesweit arbeiten über 5.436 Genossenschaften: Das sind u. a. 1.138 genossenschaftliche Banken mit ca. 16,7 Millionen Mitgliedern, 2.604 landwirtschaftliche Genossenschaften mit rund 1,7 Millionen Mitgliedschaften sowie 1.622 gewerbliche Genossenschaften mit rund 300.000 Mitgliedern sowie 219 Konsum- und Dienstleistungsgenossenschaften mit rund 0,5 Mio. Mitgliedern. Insgesamt zählt die deutsche Genossenschafts-Organisation über 18,1 Millionen Mitglieder einschließlich Wohnungsgenossenschaften.

Eine Erhebung des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes e. V. (DGRV) ergab, dass in den letzten fünf Jahren mehr alst 700 Genossenschaften gegründet wurden. Genossenschaften in den Bereichen alternative Energien, Gesundheitswesen und Einzelhandel sowie die breite Palette der Dienstleistungen gehören ebenso dazu wie Genossenschaften in der tierischen und pflanzlichen Veredelung.

Die wirtschafts- und gesellschaftspolitische Bedeutung der Genossenschaften wächst. Die zahlreichen Gründungen zeigen, dass der Gedanke der Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten aktuell und zukunftsweisend ist.

Weitere Informationen: www.neuegenossenschaften.de