Statistische Daten - Wirtschaftliche Bedeutung - Entwicklung 1950 - 2009  Entwicklung der Raiffeisen-Organisation 1950 - 2009  Development of Raiffeisen co-operatives 1950 - 2009  Evolution des Coopératives Raiffeisen 1950 - 2009

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Die 2.675 Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften in der deutschen Raiffeisen-Organisation
(Stand: 31. Dezember 2009) setzen sich wie folgt zusammen:

1.652
165
852
6

 

Ländliche Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften
Kreditgenossenschaften mit Warengeschäft
Agrargenossenschaften
Hauptgenossenschaften einschl. DRWZ

In den Warenbereichen arbeiten:

339
281
108
216
100
608
  Bezugs- und Absatzgenossenschaften
Milchgenossenschaften (davon 59 Milchverarbeitungsunternehmen) einschl. Zentralen
Vieh-, Fleisch- und Zuchtgenossenschaften
Winzergenossenschaften einschl. Zentralen
Obst-, Gemüse- und Gartenbaugenossenschaften sowie
sonstige Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften (z.B. Brennerei-, Weide-, Bioenergie-, Forst- und Holzwirtschaftliche Genossenschaften), Zentralen, sonstige Mitglieder

Anzahl der Genossenschaften 2009 nach Sparten

Die addierten Umsätze aller Raiffeisen-Genossenschaften betrugen 2009 38,4 Mrd. €
(2008: 43,2 Mrd. €). In der Erfassung und Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte sind die Genossenschaften unangefochten der starke Partner der Landwirte. Wirtschaftliche Bedeutung
    

Umsatzstruktur der Genossenschaften 2009 nach Sparten
      

In Ostdeutschland sind 852 Agrargenossenschaften mit rund 37.000 Mitgliedern als Nachfolgeeinrichtungen der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPGen) tätig. Sie erzielten 2009 Erlöse in Höhe von ca. 1,8 Mrd. €. Die Agrargenossenschaften werden von den in Ostdeutschland engagierten Regionalverbänden unterstützt, beraten und geprüft. Der DRV vertritt die Interessen dieser Genossenschaften in Bonn, Berlin und Brüssel.

Von der Leistungsfähigkeit der Unternehmen überzeugt, wickeln die deutschen Landwirte, Gärtner und Winzer über 50 Prozent ihrer Ein- und Verkäufe mit den Raiffeisen-Genossenschaften ab. Die Genossenschaften schaffen optimale Unternehmens- und Betriebsgrößen, weiten ihre Funktionen bis hin zur Be- und Verarbeitung von Agrarerzeugnissen aus und richten ihre Sortimente konsequent an der Nachfrage und den Erwartungen ihrer Mitglieder und Kunden aus. Ausbau von Wertschöpfungsketten und Qualitätssicherung haben höchste Priorität.

Als Marktorganisation der deutschen Landwirte sind die Raiffeisen-Genossenschaften und ihre Zentralen eng mit der Agrarwirtschaft und mit dem Strukturwandel in der Landwirtschaft verbunden. Strukturanpassungen, weitere Rationalisierungen und Senken der Kosten sind eine stetige unternehmerische Aufgabe. Wie kontinuierlich der Strukturwandel seit Jahren verläuft, zeigt ein Blick in die jüngere Geschichte. Von 1950 bis 2009 ging die Zahl der Raiffeisen-Genossenschaften von fast 24.000 auf 2.675 zurück. Mit diesen Strukturanpassungen bündeln die Genossenschaften ihr Leistungsangebot, um ihre nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit zu auszubauen.

Mit ca. 100.000 Beschäftigten und rund 5.000 Auszubildenden ist Raiffeisen ein bedeutender Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor im ländlichen Raum. Qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind u. a. in Bezugs- und Absatzgenossenschaften, in Baufachhandlungen, Raiffeisen- und Garten-Märkten tätig.
  
  

Entwicklung der Raiffeisen-Organisation 1950 - 2009

 
1950
1970
1990
2007
2008
2009
±%
Raiffeisen-Genossenschaften insgesamt
23.753
13.764
5.199
3.086
2.994
2.675
-10,7 2)
Kredit mit Ware
11.216
4.920
1.474
195
178
165
-7,3  
Bezug und Absatz
2.710
1.740
645
373
356
339
-4,8  
Hauptgenossenschaften 1)
--
--
--
7
7
6
-14,3  
Milch
5.726
3.705
846
294
290
281
-3,1  
darunter milchverarbeitende
2.569
823
255
62
62
59
-4,8  
Vieh und Fleisch 1)
329
263
205
118
116
108
 -6,9  
Winzer
508
500
310
219
218
216
-0,9  
Obst, Gemüse, Gartenbau
205
201
114
97
94
100
6,4  
Zentralen 1)
83
90
53
--
--
--
Genossenschaften in Handel und Verarbeitung
20.777
11.419
3.647
1.303
1.259
1.215
-3,5  
Agrargenossenschaften
899
872
852
-2,3  
Übrige Raiffeisen-Genossenschaften 2)
2.976
2.345
1.552
884
863
608
-29,5 2)
Mitgliedschaften insgesamt
(in 1.000)
3.278
3.870
4.487
1.923
1.807
1.686
 
Kredit mit Ware 3)
1.575
1.991
3.283
1.215
1.111
1.061
       
Bezug und Absatz
375
288
177
121
121
114
     
Molkerei
828
721
297
108
108
100
   
Vieh und Fleisch
98
114
153
217
215
199
   
Winzer
36
62
68
51
 51
50
     
Obst, Gemüse, Gartenbau
38
114
69
30
29
29
     
Agrargenossenschaften
43
41
37
  
Umsatzerlöse insgesamt (Mio. )
3.463
17.461
39.030
39.235
43.206
38.420
-11,1  
Genossenschaftliche Ausfuhren (Mio. )
266
2.542
3.632
3.670
3.302
     
Genossenschaftliche Einfuhren (Mio. )
816
948
1.093
976
   
Geschäftsguthaben (Mio. )
1.024
2.491
2.319
2.300
2.280
     
Investitionen (Mio. )
634
1.024
931
950
970
     
Beschäftigte insgesamt
    - 
160.337
132.434
103.404
101.500
97.174
   
darunter in Agrargenossenschaften
23.146
22.900
21.860
   

1)   Änderung der statistischen Erfassung ab 2007
2)   Änderung der statistischen Erfassung der Genossenschaftsart "Übrige Raiffeisen-Genossenschaften" ab 2009
3)   einschließlich nichtlandwirtschaftliche Mitglieder

Stand: Juni 2010 


Bedeutung der Genossenschaften nimmt zu

Gemessen an der Gesamtzahl der Erwerbstätigen in Deutschland sind über 40 % der Bundesbürger Mitglied einer Genossenschaft. Bundesweit arbeiten über 5.318 Genossenschaften: Das sind u. a. 1.156 genossenschaftliche Banken mit ca. 16,4 Millionen Mitgliedern, über 2.675 landwirtschaftliche Genossenschaften mit rund 1,7 Millionen Mitgliedschaften sowie 1.447 gewerbliche Genossenschaften mit rund 260.000 Mitgliedern sowie 195 Konsum- und Dienstleistungsgenossenschaften mit rund 0,4 Mio. Mitgliedern. Insgesamt zählt die deutsche Genossenschafts-Organisation 17,8 Millionen Mitglieder einschließlich Wohnungsgenossenschaften.

Eine Erhebung des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes e. V. (DGRV) ergab, dass in den letzten drei Jahren fast 500 Genossenschaften gegründet wurden. Genossenschaften in den Bereichen alternative Energien, Gesundheitswesen und Einzelhandel sowie die breite Palette der Dienstleistungen gehören ebenso dazu wie Genossenschaften in der tierischen und pflanzlichen Veredelung.

Die wirtschafts- und gesellschaftspolitische Bedeutung der Genossenschaften wächst. Die Gründungen zeigen, dass der Gedanke der Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten aktuell und zukunftsweisend ist.

Weitere Informationen: www.neuegenossenschaften.de