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Statistische Daten - Wirtschaftliche
Bedeutung - Entwicklung 1950 - 2009 |
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Die 2.675 Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften in der deutschen
Raiffeisen-Organisation
In den Warenbereichen arbeiten:
Anzahl der Genossenschaften 2009 nach
Sparten Die addierten Umsätze aller Raiffeisen-Genossenschaften
betrugen 2009 38,4 Mrd. € Umsatzstruktur der Genossenschaften 2009
nach Sparten In Ostdeutschland sind 852 Agrargenossenschaften mit rund 37.000 Mitgliedern als Nachfolgeeinrichtungen der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPGen) tätig. Sie erzielten 2009 Erlöse in Höhe von ca. 1,8 Mrd. €. Die Agrargenossenschaften werden von den in Ostdeutschland engagierten Regionalverbänden unterstützt, beraten und geprüft. Der DRV vertritt die Interessen dieser Genossenschaften in Bonn, Berlin und Brüssel. Von der Leistungsfähigkeit der Unternehmen überzeugt, wickeln die deutschen Landwirte, Gärtner und Winzer über 50 Prozent ihrer Ein- und Verkäufe mit den Raiffeisen-Genossenschaften ab. Die Genossenschaften schaffen optimale Unternehmens- und Betriebsgrößen, weiten ihre Funktionen bis hin zur Be- und Verarbeitung von Agrarerzeugnissen aus und richten ihre Sortimente konsequent an der Nachfrage und den Erwartungen ihrer Mitglieder und Kunden aus. Ausbau von Wertschöpfungsketten und Qualitätssicherung haben höchste Priorität. Als Marktorganisation der deutschen Landwirte sind die Raiffeisen-Genossenschaften und ihre Zentralen eng mit der Agrarwirtschaft und mit dem Strukturwandel in der Landwirtschaft verbunden. Strukturanpassungen, weitere Rationalisierungen und Senken der Kosten sind eine stetige unternehmerische Aufgabe. Wie kontinuierlich der Strukturwandel seit Jahren verläuft, zeigt ein Blick in die jüngere Geschichte. Von 1950 bis 2009 ging die Zahl der Raiffeisen-Genossenschaften von fast 24.000 auf 2.675 zurück. Mit diesen Strukturanpassungen bündeln die Genossenschaften ihr Leistungsangebot, um ihre nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit zu auszubauen. Mit ca. 100.000 Beschäftigten und rund 5.000 Auszubildenden
ist Raiffeisen ein bedeutender Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor im ländlichen
Raum. Qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind u. a. in Bezugs-
und Absatzgenossenschaften, in Baufachhandlungen, Raiffeisen- und Garten-Märkten
tätig.
Bedeutung der Genossenschaften nimmt zu Gemessen an der Gesamtzahl der Erwerbstätigen in Deutschland sind über 40 % der Bundesbürger Mitglied einer Genossenschaft. Bundesweit arbeiten über 5.318 Genossenschaften: Das sind u. a. 1.156 genossenschaftliche Banken mit ca. 16,4 Millionen Mitgliedern, über 2.675 landwirtschaftliche Genossenschaften mit rund 1,7 Millionen Mitgliedschaften sowie 1.447 gewerbliche Genossenschaften mit rund 260.000 Mitgliedern sowie 195 Konsum- und Dienstleistungsgenossenschaften mit rund 0,4 Mio. Mitgliedern. Insgesamt zählt die deutsche Genossenschafts-Organisation 17,8 Millionen Mitglieder einschließlich Wohnungsgenossenschaften. Eine Erhebung des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes e. V. (DGRV) ergab, dass in den letzten drei Jahren fast 500 Genossenschaften gegründet wurden. Genossenschaften in den Bereichen alternative Energien, Gesundheitswesen und Einzelhandel sowie die breite Palette der Dienstleistungen gehören ebenso dazu wie Genossenschaften in der tierischen und pflanzlichen Veredelung. Die wirtschafts- und gesellschaftspolitische Bedeutung der Genossenschaften wächst. Die Gründungen zeigen, dass der Gedanke der Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten aktuell und zukunftsweisend ist. Weitere Informationen: www.neuegenossenschaften.de |