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    FUTTER

    Genossenschaften stehen für qualitativ hochwertige Futtermittel

    Trotz der angespannten Situation in der Tierischen Veredelung konnten die deutschen Mischfutterhersteller ihre Produktionsmengen 2016 mit rd. 23,5 Mio. t halten. Der Mengenabsatz ist in den einzelnen Sorten und Absatzregionen differenziert zu betrachten.

Besondere Bedeutung in der Lebensmittelkette

Der Futterwirtschaft kommt als erste Stufe eine besondere Bedeutung in der Lebensmittelkette zu, da Futtermittel die Ausgangstoffe für die Erzeugung sicherer Lebensmittel tierischer Herkunft sind. Daher wird in den letzten Jahren in der Öffentlichkeit viel über die Sicherheit von Futtermitteln diskutiert.

Die Qualitätssicherung zur Verbesserung der Futtermittelsicherheit ist bei den genossenschaftlichen Mischfutterherstellern aber schon länger ein arbeitsbestimmendes Thema. Die genossenschaftlichen Mischfutterhersteller wenden bereits seit Jahren Qualitätssicherungs-Konzepte an, die auf Früherkennung, Risikomanagement und Futtermittelsicherheit setzen.

Die Teilnahme der Futtermittelunternehmen am stufenübergreifenden QS-System, ist nur eine von zahlreichen freiwilligen Maßnahmen. Grundlage von QS bilden umfangreiche Monitoringpläne, die bestimmte Futtermitteluntersuchungen auf unerwünschte Stoffe (z. B. Dioxine, Schwermetalle, Mykotoxine) vorschreiben. Mit Hilfe der regelmäßigen Futtermittelanalysen wird sichergestellt, dass nur Rohwaren in das Mischfutter gelangen, die den gesetzlichen Anforderungen entsprechen und damit unbedenklich sind.

Die Auswahl der eingesetzten Rohstoffe erfolgt darüber hinaus ausschließlich nach der Positivliste für Einzelfuttermittel, die durch die Normenkommission für Einzelfuttermittel erarbeitet wird. Neben stetig steigenden Qualitätsanforderungen berücksichtigt die genossenschaftliche Futterwirtschaft auch die wachsenden gesellschaftlichen Ansprüche an eine nachhaltige Erzeugung. Dies zeigt sich im schonenden Umgang mit Nährstoff- und Energieressourcen, aber auch in der ständigen Optimierung der Futterzusammensetzung. Auf Basis zahlreicher Forschungsprojekte zur Tierernährung, die die genossenschaftlichen Futtermittelunternehmen in enger Verzahnung mit der Wissenschaft durchführen, wurden in den letzten Jahrzehnten große Fortschritte in Rationsgestaltung und tiergerechter Fütterung gemacht.

Nach den Dioxinfunden in Futterfetten Anfang 2011 hat sich die Futterwirtschaft im Rahmen des QS-Systems unter anderem auferlegt, dass risikoreiche Einzelfuttermittel erst nach einer Freigabeprüfung auf Dioxine sowie andere unerwünschte Stoffe eingesetzt werden dürfen.

Ein weiterer Aspekt stellt die nachhaltige Verwendung von Nebenerzeugnissen der Lebensmittelproduktion bei der Fütterung landwirtschaftlicher Nutztiere dar, die für den menschlichen Verzehr nicht mehr eingesetzt werden können.

Eine bedeutende Sparte innerhalb des Genossenschaftsverbunds stellt die Tierische Veredelung dar. Sie umfasst die Futter-, Vieh- und Fleisch- sowie die Milchwirtschaft. Die Systeme und Maßnahmen zur Qualitätssicherung zeigen, dass die genossenschaftlichen Unternehmen verantwortungsvoll kontrollieren und zur Rückverfolgbarkeit und Transparenz in der gesamten landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette beitragen. Oberstes Ziel dieser Maßnahmen ist der wirkungsvolle Verbraucher- und Tierschutz.