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    OBST, GEMÜSE, GARTENBAU

    Obstmarkt mit Ernteausfällen

    Die Unternehmen der genossenschaftlichen Obst-, Gemüse- und Gartenbauwirtschaft erzielten ein leicht verbessertes Ergebnis im Vergleich zu 2015. Der stabile Jahresumsatz beträgt 3,4 Mrd. Euro.

Obstmarkt mit Ernteausfällen

Der ungünstige Witterungsverlauf führte zu erheblichen Ernteausfällen, insbesondere in den südlichen Anbaugebieten. Für spätere Saisonfrüchte wie Äpfel und Birnen waren dagegen die sommerlichen Temperaturen bis in den Herbst hinein eine große Herausforderung. Insgesamt war die Ernte mit Ausnahme von Äpfeln durch deutlich niedrigere Erträge geprägt. Über alle Produkte hinweg lagen die Durchschnittserlöse jedoch nur leicht unter denen des Vorjahres.

Gemüsemarkt mit knappem Angebot

Wie im vergangenen Jahr hatte die Witterung den Gemüsemarkt fest im Griff. Bei den meisten Lagergemüsen sorgten die geringeren Vorräte für deutlich höhere Preise als im Vorjahr. Auch begann die Saison später als geplant. Das führte aufgrund vorher festgelegter Werbeaktivitäten bei einem knappen Angebot zu gestiegenen Verbraucherpreisen im Handel. Die Einkaufsmengen der Privathaushalte sind 2016 nach dem leichten Rückgang im Vorjahr wieder moderat gestiegen. Das Niveau der Jahre 2014 und 2012 wurde aber nicht erreicht.

Blumen mit positivem Trend

Schnittblumen profitierten vor allem von einer Zunahme der Einkaufsmengen im privaten Bereich, der von leicht festeren Preisen verstärkt wurde. Bei Topfpflanzen wirkten sich diese Preise positiv aus. Die Trends zu gesunder Ernährung und zur Wohlfühlatmosphäre als Ausgleich zum stressigen Berufsalltag beflügeln weiterhin den Absatz von Blumen und Zierpflanzen. Ebenso ist das „Bauen mit Grün“ nach wie vor beliebt. Die Nachfrage nach Pflanzen zur Gartengestaltung wird als Wachstumspotenzial vor allem in Privathaushalten gesehen.

Arbeitsfelder der DRV-Sparte Obst-, Gemüse- und Gartenbauwirtschaft

Politische Herausforderungen

Die Branche ist weiterhin intensiv bestrebt, neue Absatzmärkte in Drittländern, insbesondere in Asien zu erschließen, um die Folgen des russischen Importstopps auszugleichen. Mit Einführung des Mindestlohns haben die Produzenten und Erzeugerorganisationen erhöhte Lohnkosten zu verkraften. Der DRV hat sich gegenüber der Politik im Schulterschluss mit befreundeten Verbänden für Ausnahmeregelungen für Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft eingesetzt. Die Regionalität genießt in der Vermarktung bei den Verbrauchern gleichbleibend höchste Priorität. Somit haben deutsche Produkte eine gute Position am Markt.

Fruit Logistica

Vom 8. bis 10. Februar 2017 feierte die Berliner Weltleitmesse Fruit Logistica ihr 25-jähriges Jubiläum mit der Rekordbeteiligung von über 3.000 Ausstellern aus 86 Ländern. Das offizielle Deutschland-Partnerland-Projekt hatte die Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse (BVEO) übernommen.

Projekte, die im Rahmen des Partnerlandes von der BVEO realisiert wurden, waren die Erstellung einer B2B-Plattform, www.Germany-YourGarden.de, eine korrespondierende UnternehmensBroschüre, diverse Messe-Werbeplakate sowie das offizielle Foto der Fruit Logistica. Die Eröffnung fand in der BVEO-Lounge, dem Herzstück des Gemeinschaftsstandes in Halle 20, statt. Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, DRV-Präsident Manfred Nüssel, DBV-Präsident Joachim Rukwied, Bundestagsabgeordneter Franz-Josef Holzenkamp, DRV-Geschäftsbericht 2016 | 39 Landesminister Till Backhaus, BVEO-Vorsitzender Karl Voges, Geschäftsführer Dr. Christian Weseloh und der Vorsitzende der Geschäftsführung der Messe Berlin, Dr. Christian Göke, gaben den Startschuss.

Auch die 9. German Fruit Traders Night stand im Zeichen der „Jubiläumsmesse“ und des Partnerlandprojektes „Germany – Your Garden.“. Über 600 in- und ausländische Gäste folgten der BVEO-Einladung.

DRV-Fachtagung

Die DRV-Fachtagung Obst und Gemüse fand vom 26. bis 28. März 2017 im Factory Hotel in Münster statt. Das Schwerpunktthema lautete „Was isst der Verbraucher und wie kauft er ein?“. Zudem ging es um die Erschließung neuer Märkte und „Kommunikation bei Gegenwind“ sowie die PR für deutsches Obst und Gemüse. Die Gemeinsame Marktordnung und die zukünftigen Vermarktungsstrukturen waren weitere Themen.

„Deutschland – Mein Garten.“

Die erfolgreiche Kampagne der vergangenen Jahre inklusive der Betreuung des Pressebüros, der Beantwortung von Presseanfragen, begleitender Medienarbeit sowie der Pflege und dem Ausbau der Webseite und sozialen Kanäle wurde fortgesetzt. Weitere Highlights 2016 waren das Kochbuch, die Food Blogger-Kooperation „Fast Good“, eine Studie zum Jahresmotto „Gemeinsam schmeckt’s besser“ sowie ein Dinner für Studienanfänger mit Andi Schwaiger. Insgesamt wurden 5.108 Beiträge medial (print und online) gezählt. Die Webseite kommt im Schnitt auf 30.000 Besuche pro Monat und die Facebook-Seite zählt mittlerweile 5.749 Fans. Mehr unter www.deutsches-obst-und-gemuese.de