„Alle Teilnehmer der Lieferkette würden leiden.“
Berlin, 11.03.2025. Im Zuge der öffentlichen Konsultation (Have your say) zu den Änderungsplänen der EU-Kommission zur Gemeinsamen Marktorganisation (GMO) hat der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) seine umfassende Kritik an den Verschärfungen der Artikel 148 und 168 GMO bekräftigt. DRV-Geschäftsführer Dr. Philipp Spinne weist insbesondere auf die Gefahren für den deutschen Getreidemarkt hin:
„Sollten die EU-Pläne zur Verschärfung der Artikel 148 und 168 GMO umgesetzt werden, hätte dies tiefgreifende Konsequenzen für den deutschen Getreidemarkt und dessen funktionierendes Vertragssystem. Verlässlichkeit und Planbarkeit für die gesamte Kette wären passé. Es würde zu Risikoabschlägen kommen. Die Erzeugerebene würde massiv geschwächt und weniger Geld bekommen. Und noch gravierender: Es ist zu befürchten, dass längerfristige Verträge überhaupt nicht mehr angeboten werden. Darunter würden alle Teilnehmer der Lieferkette leiden.
Aber nicht nur der Getreidesektor wäre betroffen, sondern nahezu alle landwirtschaftlichen Produkte – von der Milch über Fleisch bis hin zu Gemüse. Wir können nur warnen und sagen: Hände weg von Eingriffen in den Markt. Und: Die Umsetzung der Artikel 148 und 168 GMO muss in der Entscheidungshoheit der Nationalstaaten bleiben.“
Link zum Beitrag des DRV am Have your say: https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/14481-EU-Agrarpolitik-Starkung-der-Position-der-Landwirte-in-der-Lebensmittelversorgungskette/F3526677_de
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