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22.08.2018
Warenwirtschaft: Getreide- und Rapsernte 2018

Bauernverband legt finale Einschätzung vor

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Der DBV hat heute seine abschließenden Zahlen zur Getreide- und Ölsaatenernte 2018 vorgelegt. Der Verband rechnet witterungsbedingt mit 35,6 Mio. t Getreide und 3,3 Mio. t Raps. Die Ergebnisse bestätigen die Einschätzung des DRV, der in seiner August-Prognose von 36,3 Mio. t Getreide und 3,5 Mio. t Raps ausgegangen ist.

Die diesjährige Getreideernte in Höhe von 35,6 Mio. t (- 22 % gegenüber 2017) ist nach Angaben des Bauernverbandes auf einer Fläche von 6,19 Mio. ha (- 81.600 ha gegenüber 2017) herangewachsen. Der Durchschnittsertrag liegt bei 5,8 t/ha, womit das Ertragsniveau dem des ebenfalls sehr heißen und trockenen Jahres 2003 entspricht. Im Vergleich zur letztjährigen Ernte bleiben die Erträge 21 % hinter dem Vorjahresertrag von 7,3 t/ha zurück.

Auch die Ergebnisse bei den einzelnen Kulturen decken sich mit den Einschätzungen des DRV, lediglich beim Winterweizen besteht eine kleine Differenz. Hier erwartet der DBV eine Erntemenge von 18,6 Mio. t (DRV: 19,3 Mio. t), bei der Wintergerste werden 7,4 Mio. t (DRV: 7,4 Mio. t) prognostiziert. Bei Roggen und die Sommergerste werden jeweils 2,1 Mio. t (DRV: 2,1 Mio. t) erwartet.

Die Erträge beim Winterraps enttäuschen witterungsbedingt ebenfalls. Der schnelle Temperaturanstieg im Frühjahr hat in Verbindung mit den ausgebliebenen Niederschlägen zu einer nur kurzen Blütezeit geführt. Der daraus resultierende geringe Schotenansatz hat laut Mitteilung des DBV die Erträge auf 2, 7 t/ha, also um 29 % gegenüber dem mehrjährigen Durchschnittsertrag von 3,8 t/ha, reduziert. Da die Anbaufläche auf rund 1,2 Mio. ha zurückgegangen ist, beträgt die diesjährige Rapsernte 3,3 Mio. t. Die Erntemenge unterschreitet damit den Fünf-Jahresdurchschnitt von knapp 5,2 Mio. t um 36 %. Der DRV ist in seiner letzten Ernteprognose mit Durchschnittserträgen in Höhe von 2,8 t pro Hektar und einer Gesamtmenge von 3,5 Mio. t von vergleichbaren Werten ausgegangen.

Die Details entnehmen Sie bitte der beigefügten Präsentation. Die vollständige Pressinformation finden Sie hier.

Die heute vorgestellten Ergebnisse beruhen auf Daten und Informationen der Landesbauernverbände. In den Erntemeldungen sind die Ausfälle bei der Körnermaisernte bereits eingerechnet. In den von der Dürre betroffenen Regionen werden die Maisbestände aufgrund der Futterknappheit schon jetzt als Silomais gehäckselt.

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In Vertretung
RA Dipl.-Ing. agr. Guido Seedler
Getreide/Ölsaaten, Energierecht, Agrargenossenschaften
 
Telefon: 030 856214-410

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