„Beitrag, Abhängigkeiten von Energieimporten zu verringern“
Berlin, 23.04.2026. Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) begrüßt die heute vom Deutschen Bundestag beschlossene Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-Quote (THG-Quote). DRV-Geschäftsführer Dr. Philipp Spinne:
„Die heute vom Deutschen Bundestag beschlossene Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-Quote ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr klimafreundlichen Kraftstoffen. Das Gesetz stärkt die Bioenergie und trägt dazu bei, unsere Abhängigkeit von fossilen Kraftstoffen und damit von Energieimporten zu verringern – eine Notwendigkeit, die wir angesichts der aktuellen Entwicklungen an den Tankstellen täglich spüren.
Der geplante Anstieg der THG-Quote von derzeit 12,1 Prozent auf 17,5 Prozent im kommenden Jahr und dann auf 65 Prozent bis zum Jahr 2040 setzt ein klares Signal für den Klimaschutz. Die stufenweise Anhebung der Obergrenze für die Anrechnung von Biokraftstoffen aus Anbaubiomasse von aktuell 4,9 Prozent auf 5,8 Prozent im Jahr 2040 kann die Attraktivität agrarischer Rohstoffe steigern und neue Absatzchancen eröffnen.
Bedauerlich ist, dass der Gesetzgeber seine Möglichkeiten der Betrugsprävention nicht voll ausgeschöpft hat. Zwar soll die Doppelanrechnung rückwirkend zum 1. Januar entfallen, allerdings werden weitere Maßnahmen der Betrugsbekämpfung auf 2027 verschoben. Weiterhin vermissen wir eine Gesamtstrategie der Bundesregierung für die Kraftstoffe der Zukunft. Es geht nicht nur um die Frage von THG- und Beimischungsquoten insgesamt, sondern auch um die Kraftstoffsorten. So ist unklar, ob es bei E5 und E10 bleibt, oder zukünftig auch höhere Beimischungsanteile gewünscht sind. Dies sind Fragen, die schnell beantwortet werden müssen.“
Über den DRV
Der DRV vertritt die Interessen der genossenschaftlich orientierten Unternehmen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft. Als wichtiges Glied der Wertschöpfungskette Lebensmittel erzielen die 1.635 DRV-Mitgliedsunternehmen in der Erzeugung, im Handel und in der Verarbeitung von pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen mit rund 110.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von 77,8 Milliarden Euro. Landwirte, Gärtner und Winzer sind die Mitglieder und damit Eigentümer der Genossenschaften.
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