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21.11.2019

BMEL zur aktuellen ASP-Situation in Polen

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Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) informiert heute in einem Rundschreiben über die aktuelle ASP-Situation in Polen, nahe der deutschen Grenze.

 

Hier finden Sie den Originaltext des BMEL:

Am 15.11.2019 wurde der erste Nachweis der ASP bei einem Unfallwild in der Woiwodschaft Lebus, im Powiat Wschowski – etwa 80 Kilometer entfernt von der Grenze zu Brandenburg – durch die polnischen Veterinärbehörden bekannt gegeben.

•           Der Fundort liegt ungefähr 300 Kilometer vom nächsten gelegenen Ausbruchsgeschehen im Osten Polens und ungefähr 250 Kilometer von der nächstgelegenen  Restriktionszonengrenze entfernt.

•           Am 18.11.2019 übermittelten die polnischen Behörden Informationen zu einem zweiten Nachweis bei einem tot aufgefundenen Wildschwein im Powiat Nowosolski. Der Fundort liegt wenige Kilometer vom Ersten entfernt.

•           Am 19.11.2019 wurden positive Virusnachweise bei 18 weiteren tot aufgefundenen Wildschweinen veröffentlicht. Die Fälle befinden sich an 9 Fundorten in der nahen Umgebung der ersten beiden Nachweise.

•           Alle Fälle wurden bis zum 20.11.2019 über ADNS kommuniziert.

•           Ein erster Zaun mit 36 Kilometer Länge wurde bis zum 18.11.2019 um eine Kernzone in ca. 5 km Abstand um die Fundorte errichtet.

•           Das betroffene Gebiet wird unter Beteiligung der Streitkräfte intensiv nach Kadavern abgesucht.

•           Am 20.11.2019 wurde das Kerngebiet und eine umgebende Pufferzone neu definiert. Die Pufferzone umfasst Teile der Powiate Wschowski, Nowosolski und Zielonogóski.

•           Am 20./21.11 findet eine Mission des EU Vet. Emergency Teams in Westpolen statt.

 

Die ASP hat mit diesem Fund nachweislich einen großen Schritt in Richtung Deutschland gemacht, die Gefahr der Einschleppung bleibt weiterhin sehr hoch.

 

Im Zuge dieser Meldung möchten wir Sie zur Vorbereitung auf eine möglich Einschleppung des Virus auf das DRV-Muster-Krisenhandbuch aufmerksam machen.

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Dr. Ann-Kathrin Stoldt
Vieh- und Fleischwirtschaft
 
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