Dr. Philipp Spinne: „EU muss am risikobasierten Ansatz festhalten“
Berlin, 02. September 2026 – Anlässlich der heutigen öffentlichen Anhörung im Europäischen Parlament zum OMNIBUS Lebens- und Futtermittelsicherheit „Vereinfachung der EU-Regeln für Lebens- und Futtermittelsicherheit“ sagt der Vorstand des Deutschen Raiffeisenverbands (DRV), Dr. Philipp Spinne:
„Die Sicherheit unserer Lebens- und Futtermittel sind ein hohes Gut, das es unbedingt zu schützen gilt. Dazu gehört, importierte Ware sorgfältig auf mögliche Belastungen für Mensch, Tier und Umwelt zu untersuchen. Wichtig ist hierbei ein risikobasierter Ansatz. Mit der Überlegung, die Toleranzgrenze für Rückstände von nicht in der EU zugelassenen Pflanzenschutzmitteln bei Futtermitteln auf nahezu null zu senken, wird jedoch dieser bewährte Ansatz verlassen. Die drohenden Folgen sind für Deutschland, das auf Eiweißimporte wie Soja für die Versorgung der Tiere zwingend angewiesen ist, schwerwiegend. Der Wegfall der Toleranzgrenze blockiert die Importe, die Eiweißlücke verschärft sich, die Tierbestände müssen reduziert werden und Deutschlands Abhängigkeit von Lebensmittel-Importen wird größer. Außerdem: Lebensmittel würden vor dem Hintergrund des knapperen Angebots von Futtermitteln teurer. Die EU muss am risikobasierten und damit praktikablen Ansatz festhalten. Wir haben in Europa das Know-how und die Systeme für belastbare Risikobewertungen, die ausreichend Schutz bieten für Mensch, Tier und Umwelt.“
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