Zurück
13.11.2025
Statement zur EU-Entwaldungsverordnung (EUDR)

Dr. Philipp Spinne: „EUDR muss idealerweise weg“

DRV
Foto
DRV

Bundesregierung muss klar Stellung beziehen und ihrer Verantwortung gerecht werden

Berlin, 13.11.2025. Anlässlich der Abstimmung des Europäischen Parlament heute in Brüssel, das Dringlichkeitsverfahren zur EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) einzuleiten, betont Dr. Philipp Spinne, Geschäftsführer des Deutschen Raiffeisenverbands (DRV):

 "Während die Wirtschaft auf Planungssicherheit wartet, ringt die EU mit sich selbst – und beschließt, zu beschließen. Ein Sinnbild europäischer Bürokratie. Gleichzeitig lauft die Zeit läuft davon: In wenigen Wochen soll nach aktuellem Kenntnisstand die Verordnung in Kraft treten. Doch die Uhren in Brüssel scheinen in einem anderen Takt zu schlagen.

Fakt ist: Es braucht endlich Klarheit, es braucht jetzt den finalen Beschluss der Verschiebung. Die technischen und administrativen Voraussetzungen liegen schlichtweg nicht vor. Das ist hinlänglich bekannt. Daher muss man fragen: Warum ist die Verschiebung immer noch eine Hängepartie?

Außerdem darf es nicht bei einer Verschiebung bleiben: Die EUDR muss idealerweise weg, da die wichtigen Ziele damit nicht erreicht werden, aber mindestens inhaltlich überarbeitet werden. Insbesondere die Einführung einer Null-Risiko-Kategorie ist zwingend notwendig. Nur so kann verhindert werden, dass Betriebe aus Regionen mit nachweislich geringem oder gar keinem Entwaldungsrisiko belastet werden. Die Bundesregierung muss klar Stellung beziehen und ihrer Verantwortung für die deutsche Wirtschaft gerecht werden. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer hat die notwendige Haltung bereits deutlich formuliert.“

 

Über den DRV

Der DRV vertritt die Interessen der genossenschaftlich orientierten Unternehmen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft. Als wichtiges Glied der Wertschöpfungskette Lebensmittel erzielen die 1.635 DRV-Mitgliedsunternehmen in der Erzeugung, im Handel und in der Verarbeitung von pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen mit rund 110.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von 77,8 Milliarden Euro. Landwirte, Gärtner und Winzer sind die Mitglieder und damit Eigentümer der Genossenschaften.



 
logo-signatur.png        

Deutscher Raiffeisenverband e.V.

Im Auftrag
Marcus Gernsbeck
Pressesprecher
 
Mobil: +49 172 7196856
 

Meist   gelesen

Pressemitteilung: EU verschließt Augen vor der Realität
Warenwirtschaft: Pflanzenschutz-Aufzeichnungen
Warenwirtschaft: EU-Entwaldungsverordnung