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09.04.2019
Bundesministerin Klöckner berät Düngeverordnung

DRV-Präsident Holzenkamp für mehr Differenzierung

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Berlin, 8. April 2019. „Unser Wasser muss geschützt werden, eine pauschale Unterdüngung taugt dazu allerdings nicht.“ Das hat der Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), Franz-Josef Holzenkamp, deutlich gemacht. Zusammen mit Vertretern von Bund und Ländern sowie einigen weiteren Verbänden hat der DRV heute an einer Beratung zur künftigen Düngeverordnung teilgenommen. Hierzu hatte Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) kurzfristig eingeladen.  

Insbesondere die pauschale Reduktion um 20 Prozent unter Bedarf sieht der DRV kritisch. Stattdessen müssten den Landwirten Möglichkeiten eingeräumt werden, Nährstoffeinträge ins Grundwasser standortangepasst zu verhindern. Holzenkamp: „Dazu gehören die kleinräumigere Ermittlung des pflanzlichen Nährstoffbedarfs mittels moderner Sensorik, der Einsatz von Stabilisatoren und die Splittung der Düngung auf mehrere Gaben“.  

Erst 2017 war die Düngeverordnung deutlich verschärft worden. Hierauf hat die Landwirtschaft bereits durch geringeren Mineraldüngereinsatz und Reduktion der Tierbestände reagiert. Holzenkamp ist überzeugt: „Weitere pauschale Einschnitte werden viele Landwirte zur Aufgabe zwingen.“ 

 

Über den DRV
Der DRV vertritt die Interessen der genossenschaftlich orientierten Unternehmen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft. Als wichtiges Glied der Wertschöpfungskette Lebensmittel erzielen die 2.024 DRV-Mitgliedsunternehmen in der Erzeugung, im Handel und in der Verarbeitung von pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen mit rund 82.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 62,1 Mrd. Euro. Landwirte, Gärtner und Winzer sind die Mitglieder und damit Eigentümer der Genossenschaften.

 



 
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Im Auftrag
Wiebke Schwarze
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
 
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