DRV sieht Exportchancen für deutschen Genossenschaftswein
DRV-Weinexperte Peter Jung: „Indien steht schon lange auf unserer Wunschliste“
Berlin, 27.01.2026. Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) begrüßt ausdrücklich die Einigung auf ein Freihandelsabkommen zwischen Indien und der EU. DRV-Weinexperte und Leiter Lebensmittelwirtschaft Peter Jung betont: „Die Einigung auf ein Handelsabkommen zwischen der europäischen Union und Indien ist eine gute Nachricht für die deutsche Weinbranche. Schon seit längerem steht Indien bei unseren Winzer- und Weingärtnergenossenschaften auf der Wunsch- und Prioritätenliste für den Weinexport ganz weit oben.“ Als aufstrebende Industrienation mit rund 1,47 Milliarden Einwohnern sei Indien ein hochattraktiver Markt. „Viele deutsche Rebsorten passen gut zur indischen Küche“, so Jung.
Bislang waren die Hürden für deutschen Wein hoch: Neben den unterschiedlichen gesetzlichen Einfuhrbestimmungen je nach Bundesstaat stellen vor allem die Höhe der Einfuhrzölle von aktuell 150 Prozent eine nahezu unüberwindbare Hürde für eine wirtschaftlich sinnvolle Markterschließung dar. Die nun in Aussicht stehende stufenweise Absenkung der Zölle auf zuerst 75 Prozent und schließlich auf 20 Prozent beziehungsweise 30 Prozent je nach Preiskategorie des Weines bewertet der DRV als wichtiges Signal für die unter wirtschaftlichem Druck stehende deutsche Weinwirtschaft – aber auch für die europäische. Jung: „In Zeiten unvorhersehbarer Handelspolitik ist dieses Abkommen ein ermutigendes Signal für die gesamte Wirtschaft. Die Politik muss nun weiter den Fuß auf dem Gaspedal lassen und eine schnellstmögliche Ratifizierung dieses wegweisenden Abkommens anstreben.“
Über den DRV
Der DRV vertritt die Interessen der genossenschaftlich orientierten Unternehmen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft. Als wichtiges Glied der Wertschöpfungskette Lebensmittel erzielen die 1.635 DRV-Mitgliedsunternehmen in der Erzeugung, im Handel und in der Verarbeitung von pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen mit rund 110.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von 77,8 Milliarden Euro. Landwirte, Gärtner und Winzer sind die Mitglieder und damit Eigentümer der Genossenschaften.
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