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30.09.2015
Internationaler Rohstoffmarkt

DRV trifft hochrangige Wirtschaftsvertreter aus Nord- und Südamerika

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Der DRV hatte heute eine hochrangige Delegation der Organisation MAIZALL zu einem Austausch über die aktuelle europäische Gentechnik-Politik zu Gast. MAIZALL vertritt die Interessen zahlreicher Anbau-Organisationen aus den Hauptexportländern USA, Brasilien und Argentinien.

Unter Federführung von Alberto Morelli, brasilianischer Farmer und Präsident von Maizall, brachte die 6-köpfige-Delegation ihre Besorgnis über den Vorschlag der EU-Kommission zum Ausdruck, die Regulierung der GVO-Importe künftig den Mitgliedstaaten zu überlassen und damit den Absatzt für die Exportländer zu erschweren . Vertreter nationaler Mais- und Getreideverbände führten aus, dass gentechnisch veränderte Sorten angesichts der geografischen und klimatischen Verhältnisse in Nord- und Südamerika für die dortigen Farmer unverzichtbar sind. Aus Sicht der Gäste aus Übersee ist es unverständlich, dass dies von zahlreichen europäischen Verbrauchern und Politikern nicht nachvollzogen werden kann.

Der DRV machte deutlich, dass der ungehinderte Rohstoffimport auch im Interesse der genossenschaftlichen Unternehmen liegt. Die Erläuterungen über die komplexen gesellschaftlichen und politischen Strömungen in Deutschland und anderen europäischen Ländern wurden von der Delegation mit großem Interesse verfolgt.

Vereinbart wurde, in Kontakt zu bleiben und Möglichkeiten zu suchen, den Dialog zwischen den Exportländern und den politischen Entscheidungsträgern auf nationaler und Brüsseler Ebene auszubauen.



DRV Deutscher Raiffeisenverband e.V.
In Vertretung
Dr. Claudia Döring
Biotechnologie, Lebensmittelrecht, Saatgut
Telefon: 030 856214-440

 

 

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