Zurück
04.07.2024
Pressestatement: DRV begrüßt Gleichwertigkeitsbericht

"Genossenschaften fördern den Ländlichen Raum. Politik und Genossenschaften sollten Hand in Hand arbeiten"

Jörg Migende; Zitat Gleichwertigkeitsbericht
Foto
DRV

Berlin, 04.07.2024. Anlässlich der gestrigen Veröffentlichung des ersten Gleichwertigkeitsberichts der Bundesregierung betont DRV-Hauptgeschäftsführer Jörg Migende klar die Rolle der Genossenschaften im Ländlichen Raum:Der Ländliche Raum ist kein Wirtschaftsraum zweiter Klasse. Daher ist es zu begrüßen, dass das Wirtschaftsministerium mit seinem Gleichwertigkeitsbericht ein starkes Plädoyer zum Ländlichen Raum abgibt. Damit es nicht bei Lippenbekenntnissen bleibt, muss die Infrastruktur dort gestärkt und nachhaltig ausgebaut werden.  

Ein drängendes Problem für die strukturschwachen Regionen ist die zunehmende Abwanderung. Diese kann nur gestoppt werden mit attraktiven Arbeitsplätzen und Lebensverhältnissen. Unsere Genossenschaften sind der leistungsstarke Motor für den Ländlichen Raum. Sie sorgen durch ihre tägliche Arbeit für ein wirtschaftlich wie gesellschaftlich stabiles Umfeld. Denn: Sie sind Energielieferant, Baustoff-Händler, Lebensmittelproduzent sowie bedeutender Arbeitgeber und Ausbilder. Kurzum: Genossenschaften sind unverzichtbarer Teil der Wertschöpfungskette im Ländlichen Raum. 

Damit sie ihre Aufgabe bestmöglich erfüllen können, dürfen sie nicht mit unnötiger Bürokratie belastet werden. Die Politik darf den Unternehmen mehr vertrauen und sollte sie ihren Job machen lassen. Außerdem brauchen sie gute und verlässliche Rahmenbedingungen: Dazu gehören eine leistungsstarke digitale Infrastruktur in allen Regionen Deutschlands und bedarfsgerechte Mobilitätskonzepte. Wichtig für unsere Genossenschaften ist es, dass Planungs- und Genehmigungsverfahren für Infrastrukturinvestitionen beschleunigt und wirksam verkürzt werden. Und nicht zuletzt müssen verschlissene Verkehrswege, baufällige Brücken und marode Schleusen endlich der Vergangenheit angehören. 

Die Genossenschaften stellen sich ihrer Verantwortung und sind Teil der Lösung. Daher stehen sie bereit, gemeinsam mit der Politik daran zu arbeiten, gleichwertige Bedingungen in Stadt und Land zu schaffen. Denn im Ländlichen Raum kommt das ureigene genossenschaftliche Prinzip besonders zur Geltung: Was einer alleine nicht schafft, dass schaffen viele. Genossenschaften fördern auf einzigartige Weise den Ländlichen Raum. Politik und Genossenschaften sollten Hand in Hand arbeiten.“

 

Über den DRV
Der DRV ist der politische Spitzenverband aller Genossenschaften 
und genossenschaftlich orientierten Unternehmen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft. Als wichtiges Glied der Wertschöpfungskette Lebensmittel erzielen die 1.656 Mitgliedsunternehmen in der Erzeugung, im Handel und in der Verarbeitung pflanzlicher und tierischer Produkte mit 114.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie 6.000 Menschen in Ausbildung einen Umsatz von 82,6 Milliarden Euro. Landwirte, Gärtner und Winzer sind die Mitglieder und damit Eigentümer der Genossenschaften.

Der DRV ist registrierter Interessenvertreter im Sinne des Lobbyregistergesetzes (Registernummer: R001376) und hat den Verhaltenskodex des Deutschen Bundestages und der Bundesregierung akzeptiert.



 
logo-signatur.png        

Deutscher Raiffeisenverband e.V.

Im Auftrag
Marcus Gernsbeck
Pressesprecher
 
Mobil: +49 172 7196856
 

Meist   gelesen

Pressemitteilung: Vierte DRV-Ernteschätzung 2024
Pressemitteilung: Gemeinsame Erklärung zum BGH-Urteil | DAH, DBV, DRV
Deutscher Raiffeisentag 2024: "Zukunft Genossenschaften"