Holzenkamp: „Es braucht praxisnahe Hilfe zur Selbsthilfe“
DRV fordert beim Milchgipfel schnelle Einführung einer Risikoausgleichsrücklage
Berlin, 11.02.2026. Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) bedankt sich ausdrücklich für den von Bundesminister Alois Rainer einberufenen Milchgipfel. „Angesichts der aktuell national wie auch global schwierigen Marktsituation ist dies ein wichtiges Zeichen“, betont DRV-Präsident Franz-Josef Holzenkamp. Der DRV zieht nach dem Milchgipfel ein realistisches Bild: „Staatliche Eingriffe in den Markt werden zu keiner Verbesserung der aktuell niedrigen Milchpreise sorgen. Es braucht praxisnahe Hilfe zur Selbsthilfe. Bereits früher gescheiterte Versuche, einen globalen Markt regional beeinflussen zu können, helfen niemandem“, so Holzenkamp, der deutlich macht: „Allen Beteiligten ist klar, dass es keine kurzfristige Patentlösung gibt.“
Es brauche Instrumente, die die Landwirte in die Lage versetzen, für wirtschaftlich herausfordernde Zeiten selbst vorzusorgen. Holzenkamp: „Es muss Liquidität auf den Betrieben gehalten werden. Daher braucht es möglichst schnell die Einführung einer Risikoausgleichsrücklage, die den Staat keinen Cent kostet. Dieses Ansinnen wird von Bundesminister Rainer unterstützt, der damit auf das Finanzministerium zugehen will. Gut so! Auch weitere steuerliche Sonderabschreibungsmöglichkeiten sowie der Ausbau von Preissicherungs-Systemen sind in diesem Zusammenhang wichtig.“
Darüber hinaus begrüßt der DRV die Unterstützung der Betriebe durch die Exportstrategie des Bundesministers. „Dies ist richtig und wichtig. Die Exportstrategie muss weiter ausgebaut werden,“ erklärt Holzenkamp.
im Bild v.l.n.r.: Detlef Latka (Vorstandsvorsitzender MIV), Franz-Josef Holzenkamp (DRV-Präsident), Alois Rainer (Bundeslandwirtschaftsminister), Peter Manderfeld (IGM-Sprecher)
Über den DRV
Der DRV vertritt die Interessen der genossenschaftlich orientierten Unternehmen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft. Als wichtiges Glied der Wertschöpfungskette Lebensmittel erzielen die 1.635 DRV-Mitgliedsunternehmen in der Erzeugung, im Handel und in der Verarbeitung von pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen mit rund 110.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von 77,8 Milliarden Euro. Landwirte, Gärtner und Winzer sind die Mitglieder und damit Eigentümer der Genossenschaften.
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