IGM-Sprecher Peter Manderfeld: „Betriebe brauchen Werkzeuge, um Preisschwankungen eigenverantwortlich zu bewältigen.“
Berlin, 11.02.2026. Zum heutigen „Milchgipfel“ mit Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer sagt Peter Manderfeld, Sprecher der Interessengemeinschaft Genossenschaftliche Milchwirtschaft (IGM):
„Die Vergangenheit hat uns deutlich gezeigt, dass staatliche Maßnahmen wie private Lagerhaltung oder ein freiwilliger Lieferverzicht nach derzeitigen Bedingungen in kritischen Marktphasen keine spürbare Entlastung gebracht haben. Diese Instrumente greifen zu kurz und helfen den Erzeugerinnen und Erzeugern nicht weiter. Was unsere Betriebe wirklich brauchen, ist ein gut ausgerüsteter Werkzeugkasten zur eigenen Vorsorge – allen voran die schnelle Einführung der steuerlichen Risikoausgleichsrücklage, wie im Koalitionsvertrag vorgesehen. Sie hält Liquidität auf den Höfen und würde sofort helfen. Weitere wirksame Werkzeuge sind eine Stärkung der Milchbörse, um Preisrisiken besser abzusichern, weitere zusätzliche steuerliche Entlastungen sowie ein Streichen der Gewinngrenze bei Investitionsabzugsbeiträgen und Sonderabschreibungen. All dies versetzt die Betriebe in die Lage, Preisschwankungen am Milchmarkt eigenverantwortlich zu managen.“
Über die IGM
In der Interessengemeinschaft Genossenschaftliche Milchwirtschaft (IGM) haben sich ehrenamtliche Vertreter genossenschaftlicher Unternehmen zusammengeschlossen, um gemeinsame Positionen zu politischen Themen, die die Belange der Milcherzeuger und ihrer Genossenschaften tangieren, zu vertreten und sich über genossenschaftsspezifische und erzeugerbezogene Themen auszutauschen. Dieser Plattform gehören die genossenschaftlichen Molkereiunternehme ARLA amba, Bayerische Milchindustrie eG, Deutsches Milchkontor eG, Goldsteig GmbH, Hochwald Milch eG, Hohenloher Molkerei eG, Meierei Barmstedt eG, Milchwerke Oberfranken West eG, Molkerei Ammerland eG, Royal FrieslandCampina UA, Schwarzwaldmilch GmbH und Uelzena eG an.
Über den DRV
Der DRV vertritt die Interessen der genossenschaftlich orientierten Unternehmen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft. Als wichtiges Glied der Wertschöpfungskette Lebensmittel erzielen die 1.635 DRV-Mitgliedsunternehmen in der Erzeugung, im Handel und in der Verarbeitung von pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen mit rund 110.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von 77,8 Milliarden Euro. Landwirte, Gärtner und Winzer sind die Mitglieder und damit Eigentümer der Genossenschaften.
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