Jörg Migende: „Deutschland muss nun Bekenntnis zu marktwirtschaftlichem Handeln abgeben“
Berlin, 16.06.2026. Die heutige finale Abstimmung im EU-Parlament zu den Artikeln 148/168 Gemeinsame Marktorganisation (GMO) kommentiert der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Raiffeisenverbands (DRV), Jörg Migende:
„Das EU-Parlament hat heute die Ergebnisse aus dem Trilog bestätigt. Damit ist es amtlich: Die EU überlässt es den Mitgliedstaaten, ob die in Artikel 168 GMO geregelte Vertragspflicht national angewendet werden muss. Außerdem erkennt sie explizit die besondere und starke Rolle von Genossenschaften an: Genossenschaften bleiben von der Anwendung der Vertragspflicht bei Artikel 148 GMO ausgenommen. Das ist eine wichtige und ermutigende Botschaft. Nichtdestotrotz ist es grundsätzlich nicht zu verstehen, warum es zu einer Verschärfung der bestehenden GMO kommen musste.
Wir danken Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer für seinen Einsatz. Deutschland muss nun ein starkes Bekenntnis zu marktwirtschaftlichem Handeln abgeben, indem es die Ausnahmen nutzt. Die funktionierenden Marktmechanismen von Angebot und Nachfrage müssen unangetastet bleiben. Davon profitieren alle, vor allem die Erzeugerinnen und Erzeuger.“
Über den DRV
Der DRV vertritt die Interessen der genossenschaftlich orientierten Unternehmen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft. Als wichtiges Glied der Wertschöpfungskette Lebensmittel erzielen die 1.635 DRV-Mitgliedsunternehmen in der Erzeugung, im Handel und in der Verarbeitung von pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen mit rund 110.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von 77,8 Milliarden Euro. Landwirte, Gärtner und Winzer sind die Mitglieder und damit Eigentümer der Genossenschaften.
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