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01.10.2020
Warenwirtschaft: Pflanzenschutz

Leitlinie integrierter Pflanzenschutz Körnerleguminosen

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Das BMEL hat eine weitere Leitlinie zum integrierten Pflanzenschutz veröffentlicht. Die Leitlinien zum integrierten Pflanzenschutz im Anbau von Ackerbohne, Körnererbse, Sojabohne und Süßlupinen enthält detaillierte Handlungsanweisungen für die Kontrolle der wichtigsten Schaderreger sowie vorbeugende Maßnahmen, Überwachungsmethoden und Bekämpfungsmaßnahmen.
 

Mit Meldung vom 24. Februar 2015 haben wir über den Wissenschaftlichen Beirat zum Nationalen Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (NAP) der Bundesregierung berichtet (Homepage des NAP). Eine wichtige Funktion des Beirats besteht in der Bewertung und Genehmigung von kulturpflanzen- und sektorspezifischen Leitlinien des integrierten Pflanzenschutzes, die von den jeweils betroffenen Akteuren erstellt worden sind.

Inzwischen gibt es Leitlinien des integrierten Pflanzenschutzes im Zuckerrübenanbau, zum Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, für die Deutsche Bahn, zum integrierten Pflanzenschutz im Mais, für den integrierten Pflanzenschutz im Sektor Vorratsschutz, im Sektor Arznei- und Gewürzpflanzen, im Kartoffelanbau, Haus- und Kleingarten sowie im Hopfenanbau.

Im Bundesanzeiger vom 1. Oktober 2020 ist nun als weite Bekanntmachung zu kulturpflanzen- und sektorspezifischen Leitlinien im Rahmen des Nationalen Aktionsplans zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln Vom 16. September 2020 die von der UFOP erarbeitete Leitlinie des integrierten Pflanzenschutzes im Anbau von Ackerbohne, Körnererbse, Sojabohne und Süßlupinen veröffentlicht worden. Die Leitlinien werden damit in Anhang 1 des Nationalen Aktionsplans zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (NAP) aufgenommen.

Sie beschreiben in einem allgemeinen Teil u. a.
– die Ansprüche der verschiedenen Pflanzenarten an Boden und Fruchtfolge
– Förderung natürlicher Gegenspieler
– Kontrollen, Prognosemodelle und Informationsquellen
– Resistenzmanagement
– Dokumentation der  Beobachtungen und Erfolgskontrolle
– Wild- und Vogelfraß.

Im Folgenden wird auf
– Unkräuter und Ungräser sowie auf
– kulturartenspezifische Schaderreger und deren Bekämpfungsmöglichkeiten
zuächst sehr ausführlich und zusätzlich in knapper tabellarischer Darstellung eingegangen.

Diverse weitere Leitlinien liegen bislang lediglich als Entwurf vor und warten noch auf Anerkennung: Wein, Obst- und Gemüse, Getreide, Golfplatzpflege, Öffentliches Grün, Baumschulen, Forst sowie Raps.

Der NAP wurde 2013 verabschiedet. Er umfasst unter Berücksichtigung bereits getroffener Risikominderungsmaßnahmen quantitative Vorgaben, Ziele, Maßnahmen, Indikatoren und Zeitpläne zur Verringerung der Risiken und Auswirkungen der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln auf die Gesundheit von Mensch und Tier sowie auf den Naturhaushalt. Die Zielvorgaben betreffen die Bereiche Pflanzenschutz, Anwenderschutz, Verbraucherschutz und Schutz des Naturhaushaltes. U. a. soll das Maßnahmenpaket dazu führen, dass Risiken, die durch die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln für die Umwelt entstehen, bis 2023 um weitere 30 % reduziert werden.



 
logo-signatur.png         Deutscher Raiffeisenverband e.V.
In Vertretung
Dr. Michael Reininger
Pflanzenschutz, Düngung, Gefahrstoffe, Digitalisierung
 
Telefon: 030 856214-533

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