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12.09.2018
Warenwirtschaft: Brotgetreideernte 2018

Qualitativ auf gutem Niveau

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Das Max-Rubner-Institut (MRI) hat seinen Zwischenbericht zur Qualität der diesjährigen Getreideernte vorgelegt, die insgesamt ein gutes Niveau aufweist. Grundlage für die Untersuchungen sind sog. Mühlenmuster, somit ausgewählte Proben, die unter Umständen bessere Qualitäten als der Durchschnitt der Ernte aufweisen.

Weizen:

Die diesjährige Weizenernte weist nach den bisherigen Erkenntnissen einen guten Rohprotein- gehalt von 12,8 % und damit leicht unter Vorjahr (13,0 %) auf. Der Sedimentationswert liegt mit 46 ml etwas unter dem Vorjahreswert von 47 ml.

Die Stärkebeschaffenheit ist unproblematisch: Lediglich 1,3 % der untersuchten Proben weisen eine Fallzahl von weniger als 220 s auf (Vj. 23,9 %). Bei den Feuchtklebergehalten sind im Durchschnitt höhere Werte (27,4 %) als im Vorjahr (26,6 %) zu verzeichnen. Das Hektoliter- gewicht zeigt sich in diesem Jahr mit 79,1 kg/hl ebenfalls überdurchschnittlich (Vj. 74,8 kg/hl), der Schmachtkornanteil (1,1 %) liegt unter dem Wert des Vorjahres (1,3 %). Auswuchs spielt unter den diesjährigen Witterungsbedingungen keine Rolle.

Roggen:

Beim Roggen hemmten die langanhaltenden Schönwetter-Bedingungen während der Kornfüllungsphase und der Ernte die Kornentwicklung. Bislang haben aber alle vom MRI ausgewerteten Proben die Anforderungen der Brotroggenqualität erfüllt; im Vorjahr traf dies witterungsbedingt nur auf 69 % zu. Das Hektolitergewicht (75,4 kg/hl) ist gegenüber dem Vorjahr (72,0 kg/hl) etwas besser ausgeprägt, wohingegen der Anteil an Schmachtkorn mit 8,9 % sehr hoch ist (Vj. 3,8 %).

Die Schadstoffsituation beim Roggen ist in diesem Jahr bei den untersuchten Proben entspannt. Das Vorkommen von Mutterkorn (Mittelwert 0,3 g/kg) ist im Vergleich zum Vorjahr (0,4 g/kg) nochmals zurückgegangen. Durch die trockene Witterung während der Roggenblüte konnte sich im Allgemeinen kein Mutterkorndruck aufbauen. Aufgrund von lokalen Wetterereignissen wie starkem Regen und anhaltender Feuchtigkeit wurden bei einzelnen Proben auch höhere Mutterkorngehalte festgestellt.

In den Proben der Bundesländer, die von großer Trockenheit betroffen waren, zeigen sich ganz überwiegend sehr geringe Gehalte weiterer durch Pilze gebildeter Toxine. In den süd-westlichen Bundesländern liegen die DON-Gehalte im langjährigen, unteren „Normalbereich“. Allerdings sind in einzelnen Partien höhere DON-Gehalte vorkommen. Insgesamt überschreiten bislang aber nur sehr wenige Proben die zulässigen Grenzwerte für Mykotoxine.

Den vollständigen Bericht finden Sie in der Anlage.

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In Vertretung
RA Dipl.-Ing. agr. Guido Seedler
Getreide/Ölsaaten, Energierecht, Agrargenossenschaften
 
Telefon: 030 856214-410

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