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19.01.2026
DRV zu diskutierten Gegenzöllen auf Soja-Importe aus den USA

Rund fünf Millionen Tonnen Soja aus den USA für Europa

Guido Seedler

Berlin, 19.01.2026. Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) bewertet die diskutierten Gegenzölle auf amerikanisches Soja folgendermaßen. DRV-Experte Guido Seedler: „Europa importiert durchschnittlich 14 bis 15 Millionen Tonnen Soja pro Jahr – davon rund ein Drittel aus den USA. Damit ist die EU hinter China (ca. 110 Millionen Tonnen Import) der zweitgrößte Soja-Importeuer der Welt. 

Die größten Anbieter von Sojabohnen sind Brasilien und die USA. Aktuell beziehen die Chinesen nahezu ausschließlich brasilianisches Soja und eher geringe Mengen aus den USA. Daher besteht grundsätzlich die Gefahr für die USA, über die angedachten Gegenzölle der EU auch den zweitgrößten Markt für Soja-Exporte zu verlieren.

Da die Brasilianer 2025 eine Soja-Rekordernte eingefahren haben, sehen wir ausreichend Mengen auch für den europäischen und deutschen Markt vorhanden. Die Gefahr von Versorgungsengpässen für Deutschland und Europa schätzen wir daher als gering ein. Zu beobachten sein wird, ob die Chinesen ihr Einkaufsverhalten ändern und künftig wieder stärker auf US-amerikanisches Soja setzen werden.“

 

Über den DRV

Der DRV vertritt die Interessen der genossenschaftlich orientierten Unternehmen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft. Als wichtiges Glied der Wertschöpfungskette Lebensmittel erzielen die 1.635 DRV-Mitgliedsunternehmen in der Erzeugung, im Handel und in der Verarbeitung von pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen mit rund 110.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von 77,8 Milliarden Euro. Landwirte, Gärtner und Winzer sind die Mitglieder und damit Eigentümer der Genossenschaften.



 
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