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23.09.2026
Verbändeallianz zum „International Year of the Woman Farmer“

Veranstaltung: Diversität als Innovationsmotor im Agrarsektor – Gemeinsam Zukunft gestalten

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Die Agrarwirtschaft der Zukunft braucht Vielfalt. Doch wo stehen wir beim Thema Diversität heute? Welche Fortschritte wurden bereits erreicht, welche Herausforderungen bestehen weiterhin und wie können wir die Potenziale einer vielfältigen Branche noch besser nutzen?

Diesen Fragen widmete sich die Verbändeallianz, an der sich der DRV beteiligt, im Rahmen des Internationalen Jahres der Frauen in der Landwirtschaft am 21. September 2026 in Berlin. Unter dem Motto „Diversität als Innovationsmotor im Agrarsektor“ haben wir Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Verbänden, Wissenschaft und Praxis zusammengebracht, um aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und gemeinsam Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln.

Der Tenor des Tages war: Frauenförderung ist kein Frauenthema - Gemeinsam können wir Sichtbarkeit und stärkere Beteiligung von Frauen fördern.

Einen politischen Impuls gab Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer, dem das Thema Frauen in der Agrarwirtschaft sehr am Herzen liegt. Sarah Dhem, Unternehmerin und Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Wurst- & Schinkenproduzenten e.V., schloss einen Impuls aus Unternehmerinnen Sicht an und gab den Teilnehmenden mit, dass sie dafür einstehen sollen, was sie tun wollen. 

Das Eröffnungspanel stand unter der Überschrift „Warum sind wir noch nicht da, wo wir sein könnten?“. Über den richtigen Weg zu mehr Frauen in Führungspositionen im Haupt- und Ehrenamt und bei der Betriebsleitung wurde engagiert diskutiert, über das Ziel und die Feststellung, dass in der Branche noch einiges zu tun ist, bestand dabei Einigkeit.

In parallel stattfindenden Workshops tauschten sich die Teilnehmenden im Anschluss zu zentralen Zukunftsthemen aus: Finanzen, Hofnachfolge und Nachwuchs, Strukturen und Rollenbilder, Netzwerke als Erfolgsfaktor.

Für den DRV moderierte Nora Haunert den Workshop „Strukturen und Rollenbilder“. Die Teilnehmerinnen hoben u.a. hervor, wie wichtig Kommunikation ist, um die Strukturen so zu gestalten, dass sie fördern und nicht hemmen und dies von allen Beteiligten ausgehend. Zum einen sind Entscheider aufgerufen mit den Mitarbeitenden (z.B. Eltern, Pflegende) ins Gespräch zu den Strukturen zu gehen. Zum anderen sind die Frauen (bzw. Eltern) gefragt, deutlich zu sagen, welche Strukturen sie brauchen und sich gegenseitig dabei zu unterstützen, diese Strukturen einzuführen.

Auch der Faktor, dass häufig zunächst das Bewusstsein für den großen Nutzen der Beteiligung von Männern und Frauen wurde als wesentlich hervorgehoben.

Die Ergebnisse aus den 4 Workshops wurden in knappen Maßnahmen zusammengefasst, welche Veränderungen wir in den nächsten zwei Jahren erreichen müssen. Die Top 3 Punkte, für die das Publikum gestimmt hat, sind:

  1. Die Allianz entwickelt ein gemeinsames Mentoring (branchenübergreifende Unterstützung, Programme und Training)
  2. Care-Arbeit und unterschiedliche Lebensmodelle finden größere Unterstützung und Anerkennung
  3. Frühzeitige und umfassende Finanzbildung (z. B. Ausbildung)

Das Abschlusspanel griff diese Punkte auf und diskutierte zur Frage „Der Blick nach vorn: Welche Veränderungen müssen wir in den nächsten zwei Jahren erreichen?“.

Ausgeklungen ist der Tag mit einer Netzwerkveranstaltung, bei der auch das Graphic Recording des Tages von Julia Depis vorgestellt wurde.

Hier gibt es die Aufzeichnung der Veranstaltung, die von Heike Zeller moderiert wurde, zum Nachschauen. 

 

Über die Verbändeallianz:

Bereits im Januar hatte die Verbändeallianz ein Positionspapier mit 8 Forderungen veröffentlicht: https://www.raiffeisen.de/internationales-jahr-der-frauen-der-landwirtschaft-2026

Die Allianz vereint Organisationen aus Landwirtschaft, Wirtschaft und Politik, die sich gemeinsam für die Stärkung von Frauen in der Agrarbranche einsetzen:

  • Bund der Deutschen Landjugend
  • DLG
  • Deutscher Bauernverband
  • Deutscher LandFrauenverband
  • Deutscher Raiffeisenverband
  • Rentenbank
  • Verband der Landwirtschaftskammern
  • Vinissima Frauen & Wein
  • Women in Agribussines


 
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Deutscher Raiffeisenverband e.V.

Im Auftrag
Nora Haunert M.Sc.
Wirtschaftspolitik
 
Telefon: 030 856214-560
 

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