Vieh und Fleisch

 

 

6,4 Milliarden Euro Umsatz in 2017

Der Umsatz der Gruppe für 2017 lag bei 6,4 Mrd. Euro und ist somit gegenüber dem Vorjahr auf einem stabilen Niveau geblieben.

 

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Die Gruppe umfasst Zuchtunternehmen, Viehvermarktungsgenossenschaften und Erzeugergemeinschaften (Zucht-, Nutz-, und Schlachtviehvermarktung), sowie Schlacht-, Zerlege- und Fleischverarbeitungsbetriebe.

Die Unternehmen sind eng mit der landwirtschaftlichen Produktion verzahnt, nicht nur weil sie sich im Besitz der Landwirte befinden. Sie decken auch alle Bereiche der Produktionskette Fleisch bis in die Ladentheke ab. Neben den traditionellen Geschäftsfeldern bieten die Unternehmen den Landwirten zahlreiche zusätzliche Dienstleistungen wie Beratung in der Produktionstechnik, betriebswirtschaftliche Analysen und die Auswertung von Marktinformationen.

 

Potenziale erschließen

Die genossenschaftlichen Unternehmen der Vieh- und Fleischwirtschaft stehen als zentrales Bindeglied in der Fleisch erzeugenden Wertschöpfungskette vor vielfältigen strukturellen und ökonomischen Herausforderungen. Der voranschreitende Strukturwandel auf der Stufe der Primärproduktion sowie in den vergangenen Jahren bei den Schlachtunternehmen, führt zu sich kontinuierlich verändernden Bedingungen für die Vieherfassung und Viehvermarktung. Die zunehmende Globalisierung der Märkte führt zu neuen Abhängigkeiten. Parallel legt die europäische Rechtsetzung ein zunehmendes Maß an Verantwortung in die Hände der Unternehmen. Dadurch bieten sich aber auch vielfältige Chancen, um Alleinstellungsmerkmale auszubauen sowie die strategische Ausrichtung der Wirtschaftsbeteiligten individuell zu gestalten. Dazu gehört u. a. ein effektives Tiergesundheitsmanagement, dessen Bedeutung die Genossenschaften frühzeitig erkannt haben, nicht nur vor dem Hintergrund kontinuierlich steigender Ferkelimporte.

Das übergeordnete Ziel genossenschaftlichen Handels besteht darin, innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette dauerhaft die Innovationskraft und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, um den heimischen Standort auch in der Zukunft im internationalen Wettbewerb fest zu verankern.

Herausforderungen meistern

Die gesellschaftliche Akzeptanz für die tierische Veredlung ist deutlich zu verbessern. Nicht außer Acht gelassen werden darf, dass die tierische Veredlung gerade in den ländlichen Regionen die Basis des wirtschaftlichen Wachstums und Wohlstandes ist.


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Im europäischen, aber auch im internationalen Vergleich verfügt Deutschland über moderne und innovative Unternehmen der Agrar- und Ernährungsindustrie – was vielfach von Kritikern völlig ignoriert wird. Die Sicherung des Veredelungsstandorts Deutschland ist die Herausforderung der nächsten Jahre.

Entwicklungen hin zu einem „absoluten Tierschutz“ in England und Schweden führen eindrucksvoll vor, wohin massive Eingriffe in die Haltungsverfahren führen können. Die Produktion hat sich um die Hälfte reduziert, gleichzeitig sank der Selbstversorgungsgrad auf 50 % und nur ein Teil der Bevölkerung honoriert bzw. kann die teureren Produktionsbedingungen honorieren. Wird die Produktion ins Ausland verlagert, besteht kein Einfluss mehr auf die Haltungs-, Umwelt- und somit Produktionsbedingungen.

Die tierische Produktion in Deutschland, insbesondere im Schweinefleischsektor, hat sich auf den Weltmarkt eingestellt. Die Vermarktung aller am Schwein befindlichen Teilstücke kann nicht auf den deutschen bzw. europäischen Markt beschränkt werden.

 

 

Eine bedeutende Sparte innerhalb des Genossenschaftsverbunds stellt die Tierische Veredelung dar. Sie umfasst die Futter-, Vieh- und Fleisch- sowie die Milchwirtschaft. Die Systeme und Maßnahmen zur Qualitätssicherung zeigen, dass die genossenschaftlichen Unternehmen verantwortungsvoll kontrollieren und zur Rückverfolgbarkeit und Transparenz in der gesamten landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette beitragen. Oberstes Ziel dieser Maßnahmen ist der wirkungsvolle Verbraucher- und Tierschutz.