Berlin, 28. August 2017. Die vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vorgestellten Zahlen zur diesjährigen Getreide- und Rapsernte bestätigen die Schätzungen des Deutschen Raiffeisenverbands (DRV). Das Ministerium geht von einer Getreidemenge in Höhe von 45,3 Mio. t und einer Rapsernte von 4,3 Mio. t aus. Das Ergebnis deckt sich mit dem des DRV, der mit 44,9 Mio. t Getreide und 4,3 Mio. t Raps ebenfalls von einer mengenmäßig enttäuschenden Ernte unter Vorjahresniveau aus geht. Die Abweichungen bei Getreide ergeben sich in erster Linie bei Gerste. Hier erwartet der DRV ein Gesamtergebnis von 10,5 Mio. t. Das BMEL veranschlagt 10,9 Mio. t.

Der DRV teilt die Auffassung des BMEL, dass die bisherigen Schätzungen möglicherweise noch korrigiert werden müssen. Das unbeständige Wetter hat dazu geführt, dass die Weizenernte unter anderem in Norddeutschland immer noch nicht abgeschlossen ist und die Bestände nur mit Einbußen geerntet werden können.

Weltweit bleibt der Getreidemarkt aber gut versorgt. In Deutschland hoffen die Marktteilnehmer auf Impulse durch Ausfuhren. In welchen Umfang bleibt aber abzuwarten, da unter anderem der Euro im Vergleich zum Dollar auf einem relativ hohen Niveau liegt. Beim Raps ist derzeit noch eine relativ gute Verfügbarkeit am Markt durch Importe festzustellen. Deshalb fehlen die Preisimpulse.

Über den DRV
Der DRV vertritt die Interessen der genossenschaftlich orientierten Unternehmen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft. Als wichtiges Glied der Wertschöpfungskette Lebensmittel erzielen die 2.186 DRV-Mitgliedsunternehmen im Handel und in der Verarbeitung von pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen mit rund 82.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 60,1 Mrd. Euro. Landwirte, Gärtner und Winzer sind die Mitglieder und damit Eigentümer der Genossenschaften.



 
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