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27.06.2019
Warenwirtschaft / Logistik: Kraftstoffhandel

Masterplan für E-Ladesäulen soll kommen

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Vertreter der Bundesregierung und der Automobilwirtschaft haben am 24. Juni 2019 beschlossen, den Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Mobile zu beschleunigen. Welche Maßnahmen dazu erforderlich sind, soll in einem zu entwickelnden Masterplan festgelegt werden. Ziel ist es, bis zum Jahr 2030 eine Ladeinfrastruktur für bis zu zehn Millionen Elektrofahrzeuge aufzubauen.

Die Bundesregierung und Automobilwirtschaft stehen derzeit unter Druck. Um die Klimaziele bis 2030 zu erreichen, müssen die CO2-Emissionen im Verkehrssektor um gut 40 Prozent gesenkt werden. Ansonsten drohen Strafzahlungen an die EU, auch für die Autobauer, die in den nächsten Jahren den Kohlendioxid-Ausstoß ihrer Neuwagenflotten massiv drücken müssen. E-Autos sind in diesem Zusammenhang sehr attraktiv, da diese mit null Emissionen bewertet werden.

Experten schätzen, dass jährlich bis zu 22. 000 neue öffentliche und 325. 000 private Ladepunkte am Wohnort und am Arbeitsplatz entstehen müssen, um einen wachsenden Bedarf nach Stromtankstellen zu decken, der den Klimazielen entsprechen würde. Zum Vergleich: Derzeit existieren für die rund 350.000 PKW mit Elektroantrieb rund 16.000 öffentliche und einige tausend private Ladepunkte.

Bewertung:

Aus Sicht des DRV wird die E-Mobilität weiter an Bedeutung gewinnen. Eine reine Fokussierung auf E-Mobilität wird allerdings den Bedürfnissen des ländlichen Raums nicht gerecht. Gerade hier fehlt es häufig an der erforderlichen Netzinfrastruktur. Diese zu schaffen, dürfte kaum finanzierbar sein. Vor diesem Hintergrund muss auch ein hocheffizienter Verbrennungsmotor, der mit Biokraftstoffen/E-Fuels betrieben werden kann, Berücksichtigung finden. Das Gleiche gilt für Brennwerttechnik, die mit klimaneutralen Brennstoffen befeuert wird.

Der DRV wird diese Position in die gegenwärtige Diskussion über Klimaschutzmaßnahmen einbringen.



 
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In Vertretung
RA Dipl.-Ing. agr. Guido Seedler
Getreide/Ölsaaten, Energierecht, Agrargenossenschaften
 
Telefon: 030 856214-410

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