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Diversifikationssparten mit steigender Bedeutung

Die Genossenschaften betreiben zahlreiche Tankstellen, Baustoff-Fachhandlungen und Raiffeisen-Märkte. Diese sogenannten Diversifikationsparten weisen eine steigende Bedeutung unter den Geschäftsfeldern der Genossenschaften auf und machen bei einigen Unternehmen bereits 50 % des Umsatzes aus.

Zentralgenossenschaften

Als Zentralgenossenschaften betätigen sich fünf Unternehmen:

 

Partner Agravis
BayWa AG
RWZ Rhein-Main eG
Raiffeisen Waren GmbH
ZG Raiffeisen eG in Karlsruhe

 

Bereiche der Warenwirtschaft

Im Folgenden finden Sie Informationen zu den verschiedenen Bereichen der Warenwirtschaft: Getreide, Saatgut, Pflanzenschutz, Düngemittel, Agrartechnik, Ölsaaten/Nachwachsende Rohstoffe, Kartoffeln sowie Energieprodukte.


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Getreide

Weltweit ist seit nunmehr sechs Jahren eine Getreideernte von mehr als zwei Milliarden Tonnen (ohne Reis) eingefahren worden. Die letztjährige Ernte verfehlte das Spitzenergebnis von 2017 spürbar und fällt zum zweiten Mal in Folge geringer als die Nachfrage aus. In der EU-28 wurde nicht zuletzt wegen der extremen Trockenheit in weiten Teilen Mitteleuropas mit 290 Millionen Tonnen die schlechteste Getreideernte seit 2012 eingefahren. In Deutschland wurde mit knapp 38 Millionen Tonnen das schlechteste Ergebnis seit 1994 erzielt.  

Die Inlandsnachfrage liegt mit gut 43 Millionen Tonnen deutlich über der Erntemenge und führt dazu, dass Deutschland zum ersten Mal seit 1986 zum Nettoimporteur von Getreide wird. Eine stark angestiegene Nachfrage aus dem Futtersektor ließ die Notierungen bis auf das vergleichsweise hohe Niveau von Brotgetreide ansteigen.

Vom Exportmarkt fehlten fast durchweg die Impulse. Dies lag zum einen an fehlenden Mengen, zum anderen an der erneut starken Konkurrenz aus der Schwarzmeerregion. 

Getreide: Aktuelle Meldungen

 


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Saatgut

Die Versorgung mit hochwertigem Saatgut in  ausreichenden Mengen ist in hohem Maß vom Witterungsverlauf abhängig. So sorgte der extrem nasse Herbst 2017 nicht nur für schwierige Erntebedingungen, auch die Aussaat von Wintergetreide war deutlich eingeschränkt. Das wiederum führte im Frühjahr 2018 zu einer hohen Nachfrage nach Sommerungen. Sie konnte nur bedient werden, nachdem – für bestimmte besonders gefragte Sorten – die Anforderungen an die Mindestkeimfähigkeit abgesenkt worden waren. Hierzu bedarf es einer Ausnahmeverordnung, die jedoch nur hilft, wenn sie in Kraft tritt, solange das betroffene Saatgut noch aufbereitet und ausgesät werden kann.

Die Zeitspannen für die Aussaat sind sehr eng und das wirtschaftliche Risiko für die im Saatgutgeschäft aktiven Unternehmen ist in solchen Jahren besonders hoch.

Saatgut: Aktuelle Meldungen

 


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Pflanzenschutz

Das Berichtsjahr 2018 war in weiten Teilen  Deutschlands das wärmste und trockenste seit Menschengedenken. Nur im Süden und im Westen reichten die Niederschläge für eine normale Entwicklung von Kulturpflanzen und deren Gegenspielern aus. Dies ermöglichte den Landwirten erhebliche Einsparungen beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, bundesweit um etwa acht Prozent.

Im Zuge der Regierungsbildung der Großen Koalition wurde eine Ackerbaustrategie angekündigt, die insbesondere die Insekten schützen und die Verwendung von Glyphosat beschränken soll. Die im Zentralausschuss der Deutschen Landwirtschaft vertretenen Verbände DBV, DLG, VDK und Deutscher Raiffeisenverband (DRV) sowie der ZVG beantworteten die Ankündigung umgehend mit einer eigenen Ackerbaustrategie. Sie verdeutlicht, dass Landwirtschaft kein Selbstzweck ist und es diverse Zielkonflikte gibt, wenn Landwirte versuchen, ihre Flächen noch umsichtiger zu behandeln. Die Ackerbaustrategie der Bundesregierung soll im Spätsommer 2019 vorliegen.

Pflanzenschutz: Aktuelle Meldungen

 


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Düngemittel

Der Aufwand an Handelsdüngemitteln je Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche ist – mit Ausnahme von Kalk – rückläufig: Im Vergleich zu 2016/17 sank die Menge an Stickstoffdüngern von 99,4 auf 90,0 Kilogramm, bei Phosphatdüngern von 13,8 auf 12,5 Kilogramm und bei Kalidüngern von 23,8 auf 23,5 Kilogramm. Die Menge an ausgebrachtem Kalkdünger lag zehn Prozent über dem Vorjahreswert. Die Gesamttonnage an Mineraldüngern lag damit zwar auf Vorjahresniveau, die Ausgaben der Landwirte und damit die Verkaufserlöse sanken jedoch zweistellig. Der Rückgang resultiert aus dem Inkrafttreten der Düngeverordnung sowie der extrem trockenen Witterung im Frühjahr und Sommer 2018 in weiten Teilen des Landes. Wegen der hohen Nmin-Werte in den Böden werden die Mengen im laufenden Wirtschaftsjahr erneut zurückgehen.

Der EuGH kam 2018 zum Schluss, dass die Regelungen der Düngeverordnung von 2007 nicht ausreichen, die Anforderungen der Europäischen Nitratrichtlinie umzusetzen. Das Urteil war wegen der neuen Düngeverordnung zwar überholt, die Kommission hat diese allerdings ebenso streng geprüft und forderte weitere Verschärfungen. 

Düngemittel: Aktuelle Meldungen

 


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Agrartechnik

Dauerthema – neben dem Wetter – bleibt die Digitalisierung in der Landwirtschaft: einerseits das Bestreben, die Bewirtschaftung umweltgerechter und effizienter zu organisieren, andererseits noch viele „Kinderkrankheiten“ in Hard- und Software. Hier bedarf es gut ausgebildeter Servicetechniker, die Fehler erkennen und für Abhilfe sorgen können.

Genossenschaftlich organisierte Unternehmen bieten Betriebsmittel, Technik, Vermarktung und die zugehörige Beratung aus einer Hand. Ansatzpunkte zur Vernetzung von Einzelaktivitäten und zu deren Dokumentation sind vielfältig: Und mit der 5G-Technologie werden sich weitere Einsatzgebiete erschließen.

Agrartechnik: Aktuelle Meldungen

 

 


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Kartoffeln

Die extreme Trockenheit im Sommer führte zu einem historischen Tiefstand der Kartoffelernte 2018 in Deutschland. Insgesamt wurden 8,9 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet, was einem Rückgang von 25 Prozent zum Vorjahr entspricht.

Auch der mehrjährige Durchschnitt der letzten sechs Jahre wurde um 17,6 Prozent unterschritten. Dabei wurde die Kartoffelanbaufläche 2018 sogar ausgeweitet. Mit insgesamt 252.200 Hektar erreichte die Fläche den höchsten Wert seit 2011. Niedersachsen bleibt mit einer Fläche von 113.900 Hektar wichtigstes Anbauland für Kartoffeln.

Kartoffeln: Aktuelle Meldungen

 


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Ölsaaten

Weltweit wird 2018/19 bei den Ölsaaten zum ersten Mal mit einer Erntemenge von 600 Mio. Tonnen gerechnet, die die Nachfrage erneut überschreitet und zu einem Anwachsen der Endbestände führen dürfte. Mit circa 60 Prozent entfällt der weitaus überwiegende Teil der Ölsaatenernte auf Sojabohnen. Hier wird mit einem Rekordergebnis in Höhe von 369 Mio. Tonnen (Vorjahr: 339 Mio. Tonnen) gerechnet.

In der EU sind im Jahr 2018 insgesamt knapp 33 Mio. Tonnen (Vorjahr: 35,1 Mio. Tonnen) Ölsaaten geerntet worden, davon 19,9 Mio. Tonnen Raps (Vorjahr: 21,8 Mio. Tonnen). Mit 3,7 Mio. Tonnen (Vorjahr: 4,3 Mio. Tonnen) war die deutsche Rapsernte 2018 erneut enttäuschend.

Ölsaaten: Aktuelle Meldungen

 


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Energieprodukte

Der weltweite Energiemarkt befindet sich weiterhin im Umbruch. Zum einen sind erneuerbare Energien auf dem Vormarsch, zum anderen wird der Markt für fossile Energieträger wieder vermehrt von tagespolitischen Entwicklungen beeinflusst. Beispielhaft seien hier nur die Unruhen in Venezuela oder das von den USA angestrengte Embargo für iranisches Öl genannt. In diesem Marktumfeld ist es den Raiffeisen-Genossenschaften 2018 gelungen, ihre Umsätze trotz gesunkener Absatzmengen, aber aufgrund von insgesamt höheren Preisen spürbar zu verbessern.

Beim derzeit diskutierten Klimaschutzgesetz ist wichtig, dass realistische Ziele festgesetzt und der Wandel zu erneuerbaren Energien weniger durch Verbote als durch ein Anreizsystem beschleunigt wird.

 

Energieprodukte: Aktuelle Meldungen