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24.04.2020
Warenwirtschaft / Logistik: Agrarfolien

Bundesregierung begrüßt ERDE ausdrücklich

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Im Rahmen einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen im Deutschen Bundestag erläutert die Bundesregierung die Initiative ERDE und die Freiwillige Selbstverpflichtung der Verbände IK, DRV, BVA, BLU und der Initiative ERDE.
 

Mit Meldung vom 27. Juni 2019 haben wir über die Freiwillige Selbstverpflichtung zur Rücknahme und Verwertung gebrauchter Agrarfolien berichtet, die IK, DRV, BVA, BLU und ERDE gemeinsam gezeichnet und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) überreicht haben. Diese Eigeninitiative der Wirtschaft soll ordnungsrechtliche Vorgaben erübrigen. Damit unterstützen die Verbände das System ERDE, das Agrarfolien hierzulande seit einigen Jahren sammelt einer Verwertung zuführt: Die gebrauchten Folien werden zu wertvollen Rohstoffen, unter anderem für neue Agrar- und Baufolien, Bewässerungsschläuche und Müllbeutel.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat Einsatz und Verbleib von Agrarkunststoffe nun im Rahmen einer Kleinen Anfrage hinterfragt. Sie bezieht sich dabei auch unmittelbar auf die Initiative ERDE und unsere Freiwillige Selbstverpflichtung. Zwischenzeitlich liegt – als Drucksache 19/18450 – auch die Antwort der Bundesregierung vor:

Im Jahr 2018 hat die Initiative "Erntekunststoff Recycling Deutschland" (ERDE) 13.433 Tonnen Erntekunststoffe gesammelt. 2017 waren es 7.062 Tonnen. Nach Aussagen der Initiative würden die gesammelten Materialien vollständig der stofflichen Verwertung zugeführt. Zu den Erntekunststoffen gehören Siloflach- und Stretchfolie, Ballennetze, Spargelfolie, Pressgarne und Mulchfolie. Die summierten Marktmengen dieser Folien gibt die Initiative mit 65.800 Tonnen an. Als Quelle dient der Bundesregierung dabei die Veröffentlichung auf der DRV-Homepage.

Ausdrücklich begrüßt die Bundesregierung die IK-Initiative ERDE sowie die freiwillige Selbstverpflichtung zur Rücknahme und Verwertung gebrauchter Agrarfolien. Die Selbstverpflichtung und ihre Umsetzung trügen zur Stärkung der Verwertung von landwirtschaftlichen Kunststoffabfällen sowie zur Reduktion des Eintrags von Kunststoffen in die Umwelt bei.

Keine Angaben kann die Bundesregierung zur Menge an Kunststofffolien für den Garten- und Landschaftsbau machen. Es lägen "keine statistischen Angaben dazu vor, welche Mengen an Kunststofffolien für den Garten- und Landschaftsbau pro Jahr in den Verkehr gebracht werden", heißt es in der Antwort.

Dem DRV gegenüber hat ERDE auch die aktuellen Daten ergänzt: Die gesammelte Menge Siloflach- und Strechfolie betrug 2019 20.534 t und lag damit deutlich über der selbst gesteckten Zielmarke von 19.000 t. 2020 sollen knapp 26.000 t (50 % Sammelquote) gesammelt werden.

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In Vertretung
Dr. Michael Reininger
Pflanzenschutz, Düngung, Gefahrstoffe, Digitalisierung
 
Telefon: 030 856214-533

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