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10.04.2019
Warenwirtschaft: Gemeinsame Ackerbaustrategie

Positionspapier der Spitzenverbände zur DüngeV

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Der Zentralausschuss der Deutschen Landwirtschaft sieht wichtige Ziele zur Zukunftsfähigkeit des Ackerbaus durch die vorgesehene erneute Novelle der Düngeverordnung gefährdet. Er hat seine Kritikpunkte in einem Positionspapier zusammengefasst.
 

Die vier im Zentralausschuss der Deutschen Landwirtschaft (ZDL) vertretenen Spitzenverbände
– Deutscher Bauernverband (DBV),
– Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG),
– Deutscher Raiffeisenverband (DRV) und
– Verband der Landwirtschaftskammern (VLK)
haben gemeinsam mit dem Zentralverband Gartenbau (ZVG) im Frühjahr 2018 eine Ackerbaustrategie der Deutschen Landwirtschaft, entwickelt und herausgegeben (Meldung vom 14. Mai 2018).

Vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden deutlichen Verschärfung der Düngeverordnung (Meldung vom 28. März 2019) haben die beteiligten Verbände nun ein Positionspapier zur Novelle der Düngeverordnung und deren Einfluss auf die Umsetzung wichtiger Ziele der Ackerbaustrategie der deutschen Landwirtschaft erstellt.

Der ZDL setzt sich nachdrücklich für den Gewässerschutz ein. Die Anforderungen für nitratsensible Gebiete müssen künftig differenzierter für die Teilgebiete vorgesehen werden, in denen noch Handlungsbedarf zur Erreichung der Gewässerschutzziele besteht. Maßstab eines nachhaltigen Acker- und Gemüsebaus muss eine standortangepasste und am Bedarf der Kulturpflanzen orientierte Düngung sein. Hierfür ist ein flexibles Instrumentarium in Verbindung mit einer fundierten Beratung für ein standortspezifisches, umweltschonendes Nährstoffmanagement notwendig. Auftretende Zielkonflikte müssen gelöst und Wirkungszusammenhänge berücksichtigt werden, um Verlagerungseffekte und Widersprüche zu anderen Umweltzielen zu vermeiden. Die in der aktuell geführten Diskussion über eine erneute Novelle der Düngeverordnung vorgeschlagenen Maßnahmen werden diesen Zielen jedoch nicht gerecht.

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logo-signatur.png         Deutscher Raiffeisenverband e.V.
In Vertretung
Dr. Michael Reininger
Pflanzenschutz, Düngung, Gefahrstoffe, Digitalisierung
 
Telefon: 030 856214-533

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