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25.02.2019
Warenwirtschaft: Biokraftstoffe

Bund kann bis zu bis zu 10 Mrd. Euro einsparen

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Nach einer in der vergangenen Woche veröffentlichten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) können Biokraftstoffe bis zum Jahr 2030 für Einsparungen im Bundeshalt in Höhe von 10 Mrd. Euro sorgen. Hintergrund der Berechnung sind die angenommenen Kosten für den Zukauf von Emissionsrechten durch die bereits jetzt als sicher geltende Verfehlung der Klimaschutzziele Deutschlands im Verkehrssektor.

Hintergrund für diese Berechnung ist das Vorhaben der Bundesregierung, durch ein Klimaschutzgesetz die einzelnen Sektoren (z. B. Landwirtschaft, Gebäude, Verkehr) zu konkreten Einsparungen von CO2 zu verpflichten. Werden die jeweiligen Sektorziele verfehlt, müssen Emissionsrechte für die zusätzlich emittierten Mengen an CO2 gekauft werden. Es gilt als sicher, dass der Verkehrssektor seine Ziele nicht erreichen wird. Aufgrund ihres hohen THG-Minderungspotenzials können Biokraftstoffe einen wichtigen Beitrag zur CO2-Minderung leisten und den notwendigen Kauf von Emissionsrechten reduzieren. Nach den Ergebnissen der Studie können 4,4 Mrd. Euro durch den Einsatz von Biokraftstoffen aus Altspeisefetten, Abfall- und Reststoffen sowie 5,8 Mrd. Euro durch die Verwendung von herkömmlichem Biodiesel und Bioethanol aus Anbaubiomasse eingespart werden. Die genaue Höhe der Zahlungen aus dem Bundeshaushalt ist allerdings abhängig vom Preis der Emissionsrechte und vom Grad der Zielverfehlung. Voraussetzung für den skizzierten Einspareffekt sei aber eine höhere Treibhausgas-Minderungsquote als gegenwärtig, kurzum: Zukünftig müssten mehr Biokraftstoffe als gegenwärtig beigemischt werden.

Wir übersenden Ihnen die vollständige Studie in der Anlage.

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