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20.09.2019
Zertifikatehandel macht Agrarlogistik teurer

Holzenkamp mahnt schnelle europäische Lösung an

Franz-Josef Holzenkamp

Berlin, 20. September 2019. Die heute vom Klimakabinett beschlossene Ausweitung des CO2-Zertifikatehandels wird zu Mehrkosten für die Logistik in der genossenschaftlichen Agrarwirtschaft führen. Franz-Josef Holzenkamp, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), sieht drohende Wettbewerbsverzerrungen und mahnt deshalb eine schnelle europäische Harmonisierung des Zertifikatehandels an: „Nur so kann die heute getroffene Entscheidung gleichermaßen zu einem Gewinn für den Klimaschutz werden und zur Stärkung der Leistungsfähigkeit unserer 2.000 Mitgliedsunternehmen beitragen.“ 

Die Raiffeisen-Genossenschaften fühlen sich dem Klimaschutz verpflichtet. Sie bieten ein breites Spektrum an Dienstleistungen an, um den Ausstoß klimarelevanter Gase im Bereich der Agrar- und Ernährungswirtschaft entscheidend zu verringern. Dazu gehören Klimaschutzberatungen in der Milchviehhaltung ebenso wie der Ausbau des Handels mit erneuerbaren Kraft- und Brennstoffen und der Vertrieb hocheffizienter Technologien. Der DRV-Präsident ist überzeugt: „Die Bedeutung der Genossenschaften als Klimaschutzdienstleister wird deutlich wachsen.“ 

Über den DRV
Der DRV vertritt die Interessen der genossenschaftlich orientierten Unternehmen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft. Als wichtiges Glied der Wertschöpfungskette Lebensmittel erzielen die 2.024 DRV-Mitgliedsunternehmen in der Erzeugung, im Handel und in der Verarbeitung von pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen mit rund 92.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 63,6 Mrd. Euro. Landwirte, Gärtner und Winzer sind die Mitglieder und damit Eigentümer der Genossenschaften.

 

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