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18.09.2019
Mittelstandsstrategie des Wirtschaftsministeriums

Holzenkamp: „Staat muss aufhören, Unternehmen bei Digitalisierung Konkurrenz zu machen“

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Berlin, 17. September 2019. Genossenschaften sind als Motor für die Wirtschaftskraft von großer Bedeutung im ländlichen Raum. Dafür benötigen sie leistungsfähige digitale Infrastruktur. Dies hat Franz-Josef Holzenkamp, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), heute beim Roundtable-Gespräch Mittelstandsstrategie von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier deutlich gemacht. 

Zu den Aufgaben des Staates gehört es, geeignete Rahmenbedingungen als Voraussetzung für Innovationen im marktwirtschaftlichen Wettbewerb zu schaffen. In diesem fairen Wettbewerb können dann die Marktteilnehmer aus der Privatwirtschaft die besten Lösungen für die Anwender finden und weiterentwickeln. „Bei der Bereitstellung digitaler Infrastruktur hierzulande sind staatliche Institutionen auf allen Ebenen jedoch weit hinter den eigenen Versprechen zurückgeblieben, sodass andere Länder bereits deutlich weiter sind. Das ist Gift für den Wirtschaftsstandort Deutschland“, kritisierte Holzenkamp. 

Nicht genug, dass Unternehmen abseits der urbanen Ballungsgebiete mit weißen Flecken bei der Internetversorgung zu kämpfen haben: Öffentliche Institutionen treten auch noch in Konkurrenz zu ihnen, wenn sie staatlich finanziert zunehmend selbst IT-gestützte Lösungen entwickeln, obwohl es bereits Angebote aus der Wirtschaft gibt. Holzenkamp: „Dadurch wird ein fairer Wettbewerb um die besten Ideen unterbunden und innovative Marktteilnehmer aus der Privatwirtschaft werden abgestraft. Dies sollte nicht der staatliche Digitalisierungsauftrag sein – die staatlichen Ressourcen sollten vornehmlich in die Bereitstellung der Rahmenbedingungen fließen.“ 

Über den DRV
Der DRV vertritt die Interessen der genossenschaftlich orientierten Unternehmen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft. Als wichtiges Glied der Wertschöpfungskette Lebensmittel erzielen die 2.024 DRV-Mitgliedsunternehmen in der Erzeugung, im Handel und in der Verarbeitung von pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen mit rund 92.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 63,6 Mrd. Euro. Landwirte, Gärtner und Winzer sind die Mitglieder und damit Eigentümer der Genossenschaften.

 

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