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30.09.2019
Lebensmittelrecht: BMin Klöckner stellt Studie vor

Klöckner führt den Nutri-Score ein

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Heute stellte Bundesministerin Klöckner die Ergebnisse einer Verbraucherumfrage vor. Von den 1600 repräsentativ Befragten wünschten sich 57% die Einführung des Nutri-Score (5-stufige Ampel). Auf das MRI-Modell entfielen 28, Keyhole 7% und BLL-Modell 5%.

Frau Klöckner sieht in der erweiterten FREIWILLIGEN Nährwertkennzeichnung einen Baustein (neben Ernährungsbildung, Forschung und Verbesserung der Gemeinschaftsverpflegung sowie der Zusammensetzung von Fertiggerichten), um das Problem des Übergewichts von mehr als der Hälfte der deutschen Erwachsenen und einem wachsenden Anteil bei Kindern anzugehen.

Deutschland ist nach Frankreich, Belgien und Spanien das 4. EU-Land, dass eine rechtliche Grundlage für den Nutri-Score schafft. Einige weitere Länder bedienen sich anderer Modelle (Keyhole, Batterie). Kritik gibt es an dem Algorithmus hinter dem Nutri-Score und dass er keine Rückschlüsse auf die Zusammensetzung des Nahrungsmittels zulässt, wenngleich diese Funktion mit der rückseitigen Nährwerttabelle erfüllt wird. Das EU-Recht gibt zudem vor, dass ein erweitertes Nährwertkennzeichnungssystem national nicht verpflichtend für Lebensmittelunternehmen sein kann.

Auf Nachfrage des DRV, ob die Ministerin nicht nur auf ein EU-einheitliches, sondern auch VERPFLICHTENDES Kennzeichnungsmodell hinarbeite, antwortete Frau Klöckner, dass die EU-Kommission keine Initiative in diese Richtung zeige und sie selbst politische Klugheit als eine größere Bandbreite begreife, als nur Verpflichtungen auszusprechen.

 

Zu den Ergebnissen der Umfrage gelangen Sie hier.



 
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Mareen Curran M.Sc.
Lebensmittelrecht
 
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