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01.03.2019
Lebensmittelrecht: Nachhaltigkeit

Mehr Plastikmüll oder mehr Lebensmittelverschwendung?

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Das Bundeskabinett hat am 20. Februar 2019 die von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner vorgelegte Nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung verabschiedet. Das Ziel, bis 2030 die Lebensmittelverschwendung in Deutschland pro Kopf zu halbieren, setzt Maßnahmen an allen Stellen der Produktions- und Lieferkette bis hin zum Verbraucher voraus. Die erarbeiteten Zielvereinbarungen, Maßnahmen und Fortschritte der Strategie werden sukzessive auf www.lebensmittelwertschaetzen.de veröffentlicht.

Maßnahmen zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen sollen die Wertschätzung für Lebensmittel und die Produktion erhöhen. Zugleich wird ein verbesserter Ressourcen- Klimaschutz angestrebt.

 

Das gleiche Ziel verfolgen die parallel stattfindenden Round-Table-Gespräche im BMU zur Reduktion von Verpackungsmüll. Bis Herbst sollen konkrete Vereinbarungen getroffen werden zum Verzicht auf Einwegverpackungen und -produkte, zu mehr Mehrweg und weniger Einweg und zu umweltfreundlicher gestalteten Verpackungen. Widerspruchslos lassen sich die Ziele miteinander nicht vereinen, da beispielsweise Plastikverpackungen u.a. zur Haltbarmachung für frische Produkte eingesetzt werden.

 

Die Diskussion macht einmal mehr deutlich, dass ambitionierte Alleingänge nicht zielführend sind und gar konträr wirken können. Zugleich fördert das BMEL die Entwicklung "intelligenter Verpackungen" mit 3 Millionen Euro. Gemeinsam werden sich praktikable Lösungen finden lassen.



 
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Im Auftrag
Mareen Curran M.Sc.
Lebensmittelrecht
 
Telefon: 030 856214-450

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