Wein

 

 

Weinjahrgang 2019

Nachdem wir in Deutschland 2018 die früheste Lese aller Zeiten erlebten, schien 2019 zunächst wieder Normalität in den Weinbergen einzukehren. Die Weinlese, die in diesem Jahr in der zweiten Septemberhälfte begann, ging nach gut vier Wochen zu Ende. Der schnelle Fortschritt beim Reifestand, die sich kompakt entwickelnden Traubenstrukturen und die Prognose unbeständiger Witterung bewirkten, dass auch in den Regionen mit spätreifendem Rebsortenprofil kontinuierlich geerntet wurde. Nach einem eher gemäßigten Jahresbeginn und einem warmen März begann die Vegetation recht früh.

Der kühle Mai bremste jedoch dann die Entwicklung etwas aus. Der Sommer mit Rekordtemperaturen von über 40 Grad Celsius und schweren Hitzegewittern führte einerseits zu einem explosionsartigen Vegetationsschub, andererseits aber auch lokal zu schweren Sturm- und Hagelschäden. Besonders der Sonnenbrand brachte in diesem Jahr erhebliche Schäden bei den Trauben und hatte erheblichen Ertragseinbußen zur Folge.

Durch die hervorragende Arbeit der Winzer in den Weinbergen konnten sowohl die negativen Auswirkungen von Pilzinfektionen wie auch von Schädlingen erfreulicherweise in sehr engen Grenzen gehalten werden.

Die ersten Jungweine präsentieren sich sehr fruchtig und zeigen ein intensives Aromaspiel. Insbesondere bei Weiß- und Roséweinen darf man sich auf finessenreiche und attraktive Tropfen freuen. Wie gewohnt können die Genossenschaften ihren Kunden wieder hervorragende Weine anbieten.

Bundesweit liegt die Erntemenge in 2019 bei rund 8,4 Mio. hl, damit ca. 19% unter der letztjährigen Ernte und ca. 4% unter dem langjährigen Mittel, in dem allerdings bereits sechs unterdurchschnittliche Jahrgänge enthalten sind. Regional gibt es allerdings große Unterschiede. In einigen Regionen liegen die Erntemengen bis zu 40 % unter dem Vorjahr.

Bei den im DRV organisierten Winzer- und Weingärtnergenossenschaften liegt die Erntemenge bei rund 2,5 Mio. hl, und damit ebenfalls deutlich unter der Vorjahresernte und unter dem langjährigen Mittel liegt.

Ähnliche Entwicklung zeigen sich bei unseren europäischen Nachbarn: Vor allem in Italien, Spanien und Frankreich liegen die Erträge sowohl deutlich unter dem Vorjahr als auch unter dem langjährigen Mittel.

Letztlich jedoch können die deutschen Winzer- und Weingärtnergenossenschaften in allen Anbaugebieten auf eine mengenmäßig zwar kleine aber qualitativ herausragende Ernte mit sehr ansprechenden Weinen in allen Qualitätsstufen blicken.

 

Verantwortungsvoller Weinkonsum

Der Deutsche Raiffeisenverband e.V. ist sich seiner sozialen Verantwortung sehr bewusst. Dies dokumentieren wir mit unserem Engagement für die Initiative „WINEinMODERATION“,welche für den verantwortungsvollen Umgang und Konsum alkoholischer Getränke und besonders für moderaten und verantwortungsvollen Weinkonsum eintritt.

Zertifikat WiM