Milch

 

Milchwirtschaft

In den Molkereigenossenschaften haben sich die Milcherzeuger wirtschaftlich organisiert, um ihre Position auf den Märkten zu stärken, eigenen Einfluss auf die Märkte auszuüben und damit auch den Wettbewerb auf diesen Märkten mit zu gestalten. Damit ist die unternehmerische Zielsetzung der genossenschaftlichen Milchwirtschaft darauf ausgerichtet, die von den Erzeugern aufgenommene Milch in leistungsfähigen Unternehmenseinheiten weitestgehend über ertragreiche und zukunftssichere Märkte zu verwerten.
 

Jahresumsatz von rund 13 Mrd. Euro

Zur genossenschaftlichen Milchwirtschaft zählten zum Jahresende 2018 insgesamt 172 Unternehmen, die einen Umsatz von rd. 13,1 Mrd. Euro erzielten. Die Milchverarbeitung konzentriert sich inzwischen auf 33 genossenschaftliche Unternehmen.

 

Bei den restlichen zur Sparte zählenden Unternehmen handelt es sich in der weit überwiegenden Anzahl um Milchliefergenossenschaften, die den von ihren Mitgliedern erfassten Rohstoff an Verarbeitungsunternehmen weiterleiten. Die genossenschaftliche Milchwirtschaft ist mit einem sich rasch wandelnden wirtschaftlichen Umfeld konfrontiert.

Milchmarkt 2018

Der Milchmarkt zeigte 2018 erneut eine wechselhafte Entwicklung. In den ersten Monaten setzen nicht nur in Deutschland, sondern auch global wachsende Milchanlieferungen die Erlöse unter Druck. Erst in der zweiten Jahreshälfte ging das Milchaufkommen, in einigen Regionen auch durch die sommerliche Dürre bedingt, zurück, was zu einer Entspannung führte. Insgesamt war 2018 für die Milcherzeuger und Molkereien wirtschaftlich zufriedenstellend. 

Die deutschen Erzeuger lieferten im Jahr 2018 31,7 Millionen Tonnen Milch an die Molkereien, was einem Plus von 1,5 Prozent entspricht und einen neuen Höchststand markiert. Die Entwicklung in der EU-28 zeigte einen ähnlichen Verlauf. Hier ergab sich 2018 eine moderate Steigerung der Milchanlieferung um 0,9 Prozent auf 157,4 Millionen Tonnen. Überproportionale Zuwachsraten zeigten sich dabei erneut vor allem in Irland und Polen, während vor allem in den Niederlanden ein Rückgang um knapp 2 % zu verzeichnen war.


Ein im Verhältnis zur Nachfrage ausreichendes Angebot führte über das Jahr hinweg zu im Vorjahresvergleich schwächeren Notierungen. Dabei lagen auch 2018 die Verwertungen für Fett und Eiweiß weit auseinander. Zwar konnten die Butterpreise nicht an die Rekordpreise des Jahres 2017 anknüpfen, dennoch war die Fettseite der stabilisierende Faktor für den Milchpreis. Der Markt für Magermilchpulver wurde durch die hohen Bestände in der öffentlichen Lagerhaltung belastet. Inzwischen wurden die Lager durch umfangreiche Verkäufe, auch zu Preisen unterhalb des Interventionsniveaus, fast vollständig geräumt. 

Nach einem für die Erzeuger guten Jahr 2017 zeigte sich 2018 eine leichte Abschwächung der Erlöse. Die Milcherzeugerpreise erreichten im Jahresdurchschnitt 34,37 Cent je Kilogramm und lagen damit um 1,8 Cent beziehungsweise 5 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
 

 

 

 

Eine bedeutende Sparte innerhalb des Genossenschaftsverbunds stellt die Tierische Veredelung dar. Sie umfasst die Futter-, Vieh- und Fleisch- sowie die Milchwirtschaft. Die Systeme und Maßnahmen zur Qualitätssicherung zeigen, dass die genossenschaftlichen Unternehmen verantwortungsvoll kontrollieren und zur Rückverfolgbarkeit und Transparenz in der gesamten landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette beitragen. Oberstes Ziel dieser Maßnahmen ist der wirkungsvolle Verbraucher- und Tierschutz.